Doppelführung für Österreich bei RAAM

Christoph Strasser und Patric Grüner bilden beim Extremradrennen Race Across America nach mehr als der Hälfte der Strecke eine rot-weiß-rote Doppelspitze und haben einen komfortablen Vorsprung auf die Konkurrenz.

Der 34-jährige Steirer Strasser lag nach vier Tagen und neun Stunden Fahrtzeit sowie rund 2.800 zurückgelegten Kilometer des fast 5.000 Kilometer langen Rennens ungefähr 320 Kilometer vor dem Tiroler Grüner in Führung.

Die Spitze des Feldes befindet sich auf dem Weg durch Kansas. Strasser, der täglich circa 650 Kilometer abspult, wird in den nächsten Stunden Missouri erreichen, zuvor musste er jedoch noch ein Unwetter überstehen.

Schwere Gewitter in Kansas

„Das war eines der ärgsten Gewitter, das ich je erlebt habe“, erklärte er in der letzten Presseaussendung. "Am Abend wurde es immer schwüler und heißer, vom Asphalt herauf stieg die Hitze. Dann begann der Blitz und Donner. Wir wollten weiterfahren, entschieden uns aber für eine Pause, um das schlimmste abzuwarten. Es ist jetzt Nacht und es regnet noch leicht.“

Der dreifache RAAM-Sieger Strasser ist mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 27 km/h unterwegs und war für seine Verhältnisse eher langsam gestartet. Sein RAAM-Rekord steht bei sieben Tagen, 15 Stunden und 56 Minuten.

Meixner kämpft mit Kälte

Rund 900 Kilometer hinter Strasser liegt die 45-jährige Niederösterreicherin Alexandra Meixner im kleinen Damenfeld an zweiter Stelle. Sie kämpfte laut ihren Betreuern mit der Kälte in den Rocky Mountains, den Steigungen und Problemen mit ihrer Lunge.

Die Ärztin aus dem Waldviertel absolvierte letztes Jahr auch einen Double-Deca-Ultratriathlon. Das sind 20 Ironman-Triathlons (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren, 42 km Laufen) an 20 aufeinanderfolgenden Tagen.