Zu starker Wind bläst Sprinter in Stockholm zu Topzeiten

Der maximal zulässige Rückenwind von 2,0 m/s war weit überschritten, als der Kanadier Andre de Grasse am Sonntag beim Diamond-League-Meeting der Leichtathleten in Stockholm die 100 m in 9,69 Sekunden gewonnen hat. Bei 4,8 m/s wurde Ben Youssef Meite von der Elfenbeinküste in 9,84 Zweiter, der Jamaikaner Ryan Shields in 9,89 Dritter.

Für die einzige Jahresweltbestleistung sorgte der 21-jährige Kenianer Timothy Cheruiyot über 1.500 m in 3:30,77 Minuten. Die 200 m der Frauen gingen in 22,68 an Murielle Ahourie von der Elfenbeinküste, Zweite wurde 0,01 Sekunden zurück die Kanadierin Crystal Emmanuel. Im Weitsprung triumphierte im südafrikanischen Zweikampf der Olympiazweite Luvo Manyonga mit 8,36 Metern vor seinem Landsmann Rushwal Samaai mit 8,29.

Weißhaidinger mit Chance auf Diamond-League-Finale

Topleistungen gab es im Olympiastadion im Diskuswurf der Herren. Der jamaikanische Jahresweltbeste Fedrick Dacres gewann mit 68,36 Metern vor dem Schweden Daniel Stahl (68,13) und dem Litauer Andrius Gudzius (67,29). Der Österreicher Lukas Weißhaidinger hatte für das Meeting wie auch für Oslo am Donnerstag keine Einladung erhalten. Es gibt nur für acht Athleten einen Startplatz und Stockholm setzte gleich auf zwei Lokalmatadore. Axel Härstedt wurde aber nur abgeschlagen Letzter.

Weißhaidinger hat trotzdem noch die Chance, das Diamond-League-Finale am 1. September in Brüssel zu erreichen. Er ist nach drei Bewerben Achter, obwohl er bisher nur in Schanghai am Start war. Dort wurde der Oberösterreicher aber Vierter. Beim nächsten Meeting am 9. Juli in London wird Weißhaidinger dabei sein.