Comeback frühestens 2018
Der Weg von Tamira Paszek zurück zu alter Stärke ist erneut abrupt gestoppt worden. Die 26-jährige Vorarlbergerin, einst Österreichs Nummer eins im Tennis, verkündete am Dienstag das vorzeitige Ende ihrer Saison und eine Pause auf unbestimmte Zeit. Ein chronischer Gesichtsschmerz wirft Paszek aus der Bahn.
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Via Instagram brachte die Dornbirnerin Licht ins Dunkel ihrer aktuellen Situation. Bei Paszek wurde Trigeminusneuralgie, eine chronische Reizung des fünften Gehirnnervs, die sich in heftigen Gesichtsschmerzen mit gelegentlichem Zucken der Gesichtsmuskulatur äußert, diagnostiziert. Die 26-Jährige zieht sich daher auf unbestimmte Zeit aus dem Tenniszirkus zurück.
Paszek droht lange Pause
Aufgrund eines Nervenleidens muss Tennisspielerin Tamira Paszek eine lange Pause einlegen. Die Krankheit macht eine Rückkehr der 26-Jährigen frühestens im nächsten Jahr möglich.
Dauer der Pause ungewiss
„Ich bin mir nicht sicher, wann ich wieder in der Lage bin zurückzukommen“, richtete Paszek via Soziale Medien aus, „da es sicher einige Zeit dauert, bis es ausgeheilt ist und der Schmerz wieder weg geht, sind die Chancen hoch, dass ich erst 2018 wieder in die Tour einsteigen kann“. Trotz ihrer misslichen Lage versuchte Paszek positiv zu bleiben: „Ich versuche jetzt einfach das Beste aus meiner Situation zu machen.“
Das Beste für Paszek in der aktuellen Situation ist laut eigener Aussage, den Kopf freizubekommen. „Ich werde jetzt mein Leben in vollen Zügen genießen, Orte bereisen, an denen ich noch nie war und neue Sprachen und Menschen kennenlernen. Und vor allem viel Zeit mit Familie und Freunden verbringen“, so die Vorarlbergerin. Ein Ende ihrer Karriere sei die aktuelle Pause nicht: „Ich werde neue Inspiration und Motivation finden.“
Absturz nach Höhenflug
Paszek hat seit September 2016 kein Turnier mehr auf der WTA-Tour bestritten. Bereits zu Beginn dieser Saison wurde die 26-Jährige immer wieder von Problemen gestoppt. So musste Österreichs ehemalige Nummer eins heuer beim Challenger-Turnier in Surprise im US-Bundesstaat Arizona im Februar und sechs Wochen später im französischen Croissy-Beaubourg mit einer Schulterverletzung aufgeben. Beim Fed-Cup in Tallinn wurde sie von einer Oberschenkelzerrung gestoppt. Ende Oktober 2016 war Paszek bereits an Nasenneben- und Kieferhöhle operiert worden.

GEPA/Walter Luger
Paszek, hier heuer beim Fed-Cup, muss vor ihren Schmerzen kapitulieren
In der aktuellen Weltrangliste ist Paszek aktuell nur noch auf Platz 395 zu finden. Die 26-Jährige konnte ihren bisher letzten Turniersieg 2014 auf ITF-Ebene in Santa Fe feiern. Ihre bisher beste Position in der Weltrangliste belegte Paszek 2012 mit Rang 26. Aus diesem Jahr datiert auch der bisher letzte Turniersieg auf WTA-Ebene. 2012 gewann Paszek in Eastbourne auf Rasen die Generalprobe für Wimbledon. Dort schaffte es Paszek 2012 auch ins Viertelfinale.
Danach begann jedoch ein langer Leidensweg für die Vorarlbergerin, die einst 2006 als 15-Jährige sensationell das Turnier in Portoroz gewinnen konnte. 2010 holte sich Paszek auch den Sieg beim WTA-Event in Quebec. Von solchen Erfolgen durfte Paszek nach 2012 nur träumen. 2013 verlor die 26-Jährige in den ersten elf Turnieren zehnmal in Runde eins. In der jüngeren Vergangenheit musste sich Paszek fast immer durch die Qualifikation kämpfen. Im Vorjahr schaffte es die Dornbirnerin aber immerhin ins Hauptfeld der French Open und von Wimbledon.
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