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Foda fordert „Zu-null-Sieg“

Für Sturm Graz wird es am Donnerstag im Europacup ernst. Nach Red Bull Salzburg in der Champions-League-Quali und Altach, das bereits eine Runde überstanden hat, steigen auch die „Blackies“ in die Qualifikation zur Europa League ein. Die Steirer empfangen im Hinspiel der zweiten Runde Mladost Podgorica aus Montenegro in der Merkur-Arena (20.30 Uhr, live in ORF eins und im Livestream).

Gänzlich unbekannt ist der Gegner für die Grazer nicht. Sturm-Trainer Franco Foda schaute den Montenegrinern beim 1:0-Heimsieg in der ersten Qualifikationsrunde gegen den armenischen Vertreter Gandsassar Kapan auf die Beine. Podgorica qualifizierte sich als Dritter der nationalen Meisterschaft in der vergangenen Saison für die Qualifikation zur Europa League.

EL-Quali, zweite Runde

Donnerstag, 20.30 Uhr

Live in ORF eins und im Livestream

Sturm - Mladost Podgorica

Graz, Merkur-Arena, SR Mattias Gestranius (FIN)

Sturm: Siebenhandl - Lykogiannis, Schulz, Spendlhofer, Koch - Schmerböck, P. Zulj, Hierländer, Röcher - Alar, Zulechner

Podgorica: Ljuljanovic - Novovic, Cicmil, Vukcevic, Djurisic - Kaludjerovic, Burzanovic , Cetkovic - Krkotic, Knezevic, Petrovic

„Gibt keine einfachen Gegner“

„Auf internationaler Ebene gibt es keine einfachen Gegner“, betonte Foda nach der Auslosung. „Wir nehmen den Gegner sehr ernst“, versicherte der Deutsche. Für die Steirer ist es nach einem sanften Kaderumbau das erste Pflichtspiel der neuen Saison, „es handelt sich um eine sehr kompakte Mannschaft. Sehr robust, sehr athletisch, kopfballstark und mit einem guten Umschaltspiel. Wir müssen auf die Konter aufpassen“, betonte Foda.

Die Montenegriner hätten auch einige große Spieler in ihren Reihen, was bei Standardsituationen erhöhte Konzentration erfordere. „Wir müssen eine gute Balance zwischen Defensive und Offensive finden und punktuell morgen am Tag bereit sein und die Leistung auf dem Platz abrufen“, führte der Sturm-Coach aus. In der laut Foda sehr kurzen Vorbereitung habe man Akzente gesetzt, um im Ballbesitz variabler zu sein. „Ein Sieg wäre wichtig, am besten zu null. Um weiterzukommen, wird aber in erster Linie das Rückspiel in Podgorica entscheiden.“

Kein Experiment mit Dreierkette

Die Grazer müssen im Hinspiel allerdings auf Lukas Spendlhofer verzichten. Der Innenverteidiger laboriert an Knieproblemen und wird das Europa-League-Quali-Hinspiel gegen Mladost Podgorica am Donnerstag (20.30 MESZ, live ORF eins) in Graz verpassen. Unabhängig davon versprach Trainer Foda vollsten Einsatz seiner Truppe: „Wir werden von der ersten bis zu letzten Minute alles geben.“

Sturm-Trainer Franco Foda und Stefan Hierländer

GEPA/Christian Walgram

Trainer Foda (l.) hofft auf ein erfolgreiches erstes Pflichtspiel

Er hätte gerne die Dreierkette versucht, gab Foda am Donnerstag zu Protokoll. Durch die Ausfälle von Spendlhofer und Christian Schoissengeyr seien ihm jedoch die Hände gebunden. So werden wohl Christian Schulz und Dario Maresic die Innenverteidigung bilden. Abgesehen davon gibt es derzeit aber keine gröberen Verletzungsprobleme. „Wir freuen uns daher auf dieses interessante Spiel und wollen ein gutes Ergebnis erzielen“, sagte der Deutsche, „wir wollen möglichst weit kommen in der Europa League.“

„Sturm ist sicher Favorit“

Für die Südosteuropäer ist die Ausgangslage klar. „Sturm ist sicher Favorit, aber wir werden uns nicht ergeben“, kündigte Podgorica-Tormann Damir Ljuljanovic an. „Wenn wir in Graz diszipliniert auftreten, können wir mit einem guten Ergebnis ins Rückspiel gehen.“

Sturm darf jedenfalls auf die Statistik bauen. In den bisherigen Duellen heimischer Clubs mit Vertretern aus Montenegro blieb man stets siegreich. In vier Spielen feierte man ebenso viele Siege. Austria Wien hatte 2011/12 gegen Rudar Pljevlja keine Probleme (3:0 auswärts, 2:0 daheim).

Auch die Grazer können sich auf die guten Erfahrungen stützen, die man im bisher einzigen Europacup-Duell mit einem Team aus Montenegro machte. In der Saison 2009/10 besiegte man OFK Petrovac zu Hause klar mit 5:0, auswärts mit 2:1. Neben Coach Foda war lediglich Tormannroutinier Christian Gratzei bereits damals mit von der Partie.

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