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Trainingsrunde mit neuem Schutzschild

Sebastian Vettel hat als erster Pilot die neu entwickelte Cockpitschutzscheibe getestet. Der Ferrari des viermaligen Weltmeisters wurde zu Beginn des ersten Freien Trainings am Freitagvormittag in Silverstone damit ausgerüstet.

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Allzu lang dauerte der Test allerdings nicht, denn Vettel hatte den Cockpitschutz nach nur einer Runde wieder abgestreift, weil er mit der Sicht offenbar noch nicht ganz zufrieden gewesen war. Die Verantwortlichen des Internationalen Automobilverbandes (FIA) hoffen, die in das Chassis integrierte PVC-Schutzscheibe in der Saison 2018 schon einführen zu können.

Sie wurde als Alternative zum „Halo“-System entwickelt. Dieses basierte auf einem ringförmigen Bügel, der sich über den Helm des Piloten spannte. Mittig war er an einer Strebe fixiert.

Schutzschild

Reuters/Andrew Boyers

Vettels Ferrari mit der neuen PVC-Windschutzscheibe

In erster Linie aus optischen Gründen hatte das „Halo“-System einige Kritik hervorgerufen. Hinzu kam, dass es für Piloten möglicherweise schwieriger sein würde, sich nach Unfällen schnell aus dem Wagen zu befreien. „Halo“ hätte eigentlich zu Beginn der laufenden Saison eingeführt werden sollen. Dieser Plan war gestoppt worden. Die Formel-1-Kommission lehnte das System im Sommer 2016 ab.

Schutz vor herumfliegenden Teilen

Mit einem Cockpitschutz soll in Zukunft die Gefahr für die Fahrer bei herumfliegenden Teilen beispielsweise nach Unfällen minimiert bzw. gebannt werden. In den vergangenen Jahren war es zu tragischen und teilweise tödlichen Zwischenfällen gekommen.

2009 war Felipe Massa in Ungarn durch eine Metallfeder schwer am Kopf verletzt worden. Er hatte die Saison vorzeitig beenden müssen und erst 2010 wieder Rennen fahren können. Im Jahr 2009 war in der Formel 2 der 18-jährige Henry Surtees durch einen fliegenden Reifen in Brands Hatch tödlich getroffen worden.

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