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Schweizer ohne Satzverlust im Finale

Roger Federer hat seinen unaufhaltsamen Lauf in Richtung achten Rekord-Titel in Wimbledon am Freitag fortgesetzt. Der 35-jährige Schweizer besiegte im Halbfinale Thiem-Bezwinger Tomas Berdych (CZE-11) nach 2:18 Stunden mit 7:6 (7/4) 7:6(7/4) 6:4 und qualifizierte sich damit ohne Satzverlust für sein elftes Endspiel an der Church Road.

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Der 35-Jährige feierte zudem seinen 90. Sieg bei dem Grand-Slam-Turnier in London. Am Sonntag könnte er sich den insgesamt 19. Major-Titel seiner Karriere holen, alleine sieben davon hat er in Wimbledon geholt. „Ich fühle mich sehr privilegiert, hier wieder in einem Finale zu stehen. Ich kann fast nicht glauben, dass es wahr ist. Ich hoffe, ich spiele ein gutes Endspiel“, sagte Federer beim Abgang vom Court, nachdem ihm der Jubel des Publikums einmal mehr seinen besonderen Status im Welttennis gezeigt hatte.

„Das vergangene Jahr war schwierig, es war ein langer Weg zurück“, erinnerte sich Federer. Die Pause habe sich ausgezahlt. „Es gab doch Zweifel, ob man noch einmal so ein Level erreichen kann.“ Auch der Verzicht auf die Sandplatzsaison hat sich als Coup herausgestellt.

Tomas Berdych

APA/AP/Alastair Grant

Trotz tapferer Gegenwehr gab es für Berdych nichts zu holen

Von Beginn an hochkonzentriert

Auch im insgesamt 25. Duell mit Berdych, gegen den er 2010 im Viertelfinale von Wimbledon verloren hatte, spielte Federer von Beginn an hochkonzentriert auf. Zum 3:2 gelang ihm ein Break, doch Berdych konterte und nahm Federer wiederum den Aufschlag zum 4:4 ab. Federer wechselte den Schläger, verlor das anschließende Spiel aber zu null und musste nach 47 Minuten ins Tiebreak.

Auch zweiter Sieg im Tiebreak entschieden

Vor den Augen von Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg entschied der Basler sechs Minuten später Satz eins für sich. Auch im zweiten Durchgang erlebten die Zuschauer bis zum 6:6 ein ständiges Auf und Ab ohne jegliche Breakchance für einen der beiden Kontrahenten. Wieder hatte Federer das bessere Ende für sich. Im dritten Satz wehrte er beim Stand von 2:3 zwei Breakbälle jeweils mit einem Ass ab, schlug einen Service-Winner und wieder ein Ass.

Nach 2:18 Stunden nutzte er schließlich seinen zweiten Matchball und gewann das siebente Duell mit Cilic. Sechsmal hat Federer bisher gegen den Kroaten gewonnen - im Viertelfinale 2016 allerdings erst nach einem 0:2-Satzrückstand und der Abwehr dreier Matchbälle.

Premiere für Cilic

Bereits zuvor hatte sich Marin Cilic erstmals für das Endspiel der All England Tennis Championships in Wimbledon qualifiziert. Der US-Open-Sieger von 2014 aus Kroatien setzte sich am Freitag im Semifinale gegen den US-Amerikaner Sam Querrey mit 6:7 (6/8) 6:4 7:6 (7/3) und 7:5 durch. „Ich kann es noch gar nicht glauben“, sagte Cilic nach dem Aufstieg.

Marin Cilic

APA/AP/Alastair Grant

Cilic triumphiert, nachdem er den zweiten Matchball verwertet hat

Nach 2:56 Stunden verwandelte der 28-Jährige seinen zweiten Matchball und feierte im fünften Duell mit Querrey, der im Viertelfinale Titelverteidiger und Lokalmatador Andy Murray geschlagen hatte, den fünften Sieg. Cilic könnte zum zweiten kroatischen Wimbledon-Sieger nach Goran Ivanisevic (2001) werden.

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