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Italien vorzeitig out

Die deutschen Fußballerinnen haben bei der Europameisterschaft in den Niederlanden mit viel Mühe ihren ersten Sieg gefeiert. Die Titelverteidigerinnen gewannen am Freitag mit 2:1 (1:1) gegen Italien. Damit hat der Olympiasieger in der Gruppe B ebenso vier Punkte wie Schweden, das mit 2:0 gegen Russland siegte.

Für die Italienerinnen ist das Viertelfinale nach der zweiten Niederlage hingegen bereits außer Reichweite. Josephine Henning (19.) und Babett Peter (67.) per Foulelfmeter trafen für die Mannschaft von Bundestrainerin Steffi Jones. Ilaria Mauro (29.) erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich. In der Schlussphase sah Elisa Bartoli die Gelb-Rote Karte (69.).

Torjubel von Josephine Henning

GEPA/Pro Shots/Toin Damen

Josephine Henning nutzt den Patzer von Laura Giuliani zur Führung

Nach dem 1:2 gegen die Russinnen stand die „Squadra Azzurra“ stark unter Druck. Entsprechend engagiert und offensiv gingen die Italienerinnen zu Werke und wären durch Mauro (13.) beinahe in Führung gegangen.

Italien macht Geschenke

Das 1:0 für den achtfachen Europameister war dann ein Geschenk der italienischen Torhüterin. Einen hoch in den Strafraum fliegenden Freistoß von Dzsenifer Marozsan ließ Laura Giuliani durch die Handschuhe rutschen, sodass Henning keine Mühe hatte, den Ball ins leere Tor zu köpfeln. Pech hatte kurz darauf Sara Däbritz (26.), deren Schuss an die Stange ging.

Nur drei Minuten später brachte ein schneller Konter über Barbara Bonansea den Ausgleich zum 1:1. Ihre scharfe Flanke nahm Mauro direkt und ließ DFB-Keeperin Almuth Schult aus kurzer Distanz keine Chance. Nach einem umstrittenen Elfmeter in der 67. Minute verwandelte Innenverteidigerin Peter den Strafstoß zum Siegestor. „Wir waren spielerisch stärker. Am Ende bin ich froh über die drei Punkte, weil wir uns die wirklich verdient haben. Ich war mir sicher, dass wir heute gewinnen“, sagte Jones. „Wir spielen es noch nicht so gut zu Ende, daran müssen wir arbeiten“, sagte Matchwinnerin Peter.

Schweden schlägt Russland

Nach der Nullnummer zum Auftakt gegen Deutschland nahmen auch die Schwedinnen Kurs auf das Viertelfinale. Die Elf von Teamchefin Pia Sundhage setzte sich gegen Russland verdient mit 2:0 (1:0) durch.

Stina Blackstenius und Elvira Ziyastinova

APA/AFP/Daniel Mihailescu

Die Skandinavierinnen bestimmten von Beginn an die Partie und gingen durch Lotta Schelin (22.) in Führung. Nach Seitenwechsel erhöhte Stina Blackstenius auf 2:0 (51.). Die Russinnen, die zum Auftakt Italien überraschend mit 2:1 geschlagen hatten, haben weiter eine Chance auf den Aufstieg.

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