Mathis erobert in Baku EM-Silber

Thomas Mathis hat am Montag mit Silber im Kleinkaliber-Liegend-Bewerb über 50 m Österreichs die erste Medaille bei der EM der Sportschützen in Baku geholt. Der Vorarlberger musste sich dem weißrussischen WM-Dritten Juri Schtscherbazewitsch erst im Shoot-off hauchdünn um 0,1 Punkte geschlagen geben, nachdem beide bei 249,2 Ringen gehalten hatten.

Beim letzten Schuss um Gold erzielte Mathis eine 10,1, Schtscherbazewitsch sogar eine 10,2. Bronze ging an den Russen Sergej Kamenski. Der Salzburger Gernot Rumpler kam ebenfalls ins Finale und landete auf dem siebenten Rang.

Mathis war bis zur letzten Elimination im Finale vorangelegen. „Bis zwei Schuss vor dem Ende war ich noch in Führung. Leider waren die letzten beiden Schüsse nicht perfekt. Obwohl ich natürlich kurz enttäuscht war, dass es nicht zum Sieg gereicht hat, wo der Sieg ja zum Greifen nahe war, freue ich mich riesig über die zwei Silbermedaillen. Das war mein bisher bestes Finale“, sagte Mathis, der im Finale nur 0,6 Ringe am aktuellen Europa- und Weltrekord vorbeigeschossen hatte.

Silber und Bronze in Team-Bewerben

Neben Silber für Mathis gab es auch noch zwei Team-Medaillen im KK-Liegendbewerb für Österreich. Bei den Männern mussten sich Mathis (616,0), Stefan Rumpler (617,1) und Alexander Schmirl (609,5) mit 1.842,6 Ringen nur dem weißrussischen Trio (1.847,7) geschlagen geben. Schmirl belegte in der Einzel-Wertung den 37. Platz.

Bei den Frauen wurden Nadine Ungerank (611,3), Olivia Hofmann (608,7) und Franziska Peer (603,1) mit 1.823,1 Ringen hinter der Ukraine (1.832,3) und Deutschland (1.824,9) Dritte. In der Einzel-Wertung war Ungerank als Sechste die Beste. Hofmann wurde Zehnte, Peer 29. Gold ging an die Schottin Jennifer McIntosh.