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„Spannende 180 Minuten“

Auf den FC Salzburg wartet am Mittwoch im Hinspiel zur dritten Qualirunde der Champions League (18.45 Uhr live in ORF eins und im Livestream) mit HNK Rijeka der erste echte Prüfstein. Auf eigenem Boden in Wals-Siezenheim wollen die Salzburger den Grundstein zum Aufstieg ins Play-off legen. Vor allem eines gilt es zu verhindern: den ersten Gegentreffer unter Coach Marco Rose.

In den bisherigen vier Pflichtspielen unter dem Deutschen kassierten die Salzburger noch kein Tor. Weder die Hibernians aus Malta in der Champions League, noch der Deutschlandsberger SC und WAC in Cup und Meisterschaft konnten den Ball im Salzburger Tor versenken. „Wir werden alles versuchen, das Spiel zu gewinnen und möglichst zu null zu spielen“, gab der nach einem Bändereinriss im Knöchel wiedergenesene Rechtsverteidiger Stefan Lainer daher auch die Marschroute vor.

Keine Angst vor Rijeka und Wetter

Trainer Rose prophezeite „spannende 180 Minuten“ zwischen den beiden Double-Gewinnern aus Österreich und Kroatien. „Wir wissen, dass Rijeka eine starke Mannschaft ist, und freuen uns auf diese Herausforderung. Wir wollen ein gutes Spiel machen, ein gutes Ergebnis erzielen und uns eine ordentliche Ausgangssituation verschaffen“, meinte der 40-jährige Deutsche zur Zielsetzung für das Heimspiel, für das bereits mehr als 10.000 Tickets verkauft wurden.

Alexander Walke

GEPA/David Rodriguez

Goalie Alexander Walke musste bisher noch nicht hinter sich greifen

Dass für Mittwochabend starker Regen angesagt ist, stört Rose in keiner Weise. „Wir fragen nicht vorher den Wetterfrosch. Wir nehmen es so, wie es kommt“, sagte der Coach, der auch mit strömendem Regen und tiefem Boden - in Roses Heimat Deutschland nach dem Weltmeisterkapitän von 1954 auch als „Fritz-Walter-Wetter“ bezeichnet - kein Problem hat. „Wenn es so richtig regnet und zur Sache geht, das passt auch zu unserem Team“, so der Coach.

Berisha darf spielen

Nicht nur mit Lainer steht laut Rose „ein wichtiger Faktor in dieser Mannschaft von seiner Leistungsfähigkeit und Erfahrung“ wieder zur Verfügung, auch Valon Berisha darf gegen Rijeka spielen. Der Europäische Fußballverband (UEFA) gab, wie der Club via Twitter mitteilte, am Mitwoch dem Einspruch der Salzburger gegen die Sperre von zwei Spielen statt. Berisha hatte im Hinspiel der zweiten Qualirunde in Malta die Rote Karte gesehen.

Champions-League-Quali

Meisterweg, dritte Runde, Hinspiel

Mittwoch, 18.45 Uhr:

Live in ORF eins und im Livestream

FC Salzburg - HNK Rijeka

Wals-Siezenheim, SR Daniel Stefanski (POL)

Mögliche Aufstellungen:

Salzburg: Walke - Lainer, Miranda, Caleta-Car, Ulmer - Yabo, Samassekou, Leitgeb - Lazaro, Wolf, Dabbur

Rijeka: Sluga - Ristovski, Elez, Zuparic, Zuta - Vesovic, Bradaric, Misic, Matei - Heber, Gorgon

Rückspiel: 2. August (20.45 Uhr)

„Auch Valon ist ein ganz wichtiger Faktor in dieser Mannschaft, ein Führungsspieler, der vorangeht und schon einige Jahre dabei ist“, betonte Rose, der einen „spielstarken“ Gegner mit „hoher Einzelspielerqualität“ und einem „pfiffigen Trainer, der gute Ideen auspackt“, erwartet. „Es wird eine schwierige Aufgabe, aber wir sind gut drauf und haben den unbedingten Willen, in die nächste Runde zu kommen. Das verspricht, ein heißer Tanz zu werden.“

Rijeka „kompakte Mannschaft“

Lainer beschrieb Rijeka als „kompakte Mannschaft, die wenig Fehler zulässt“. Aber auch die Salzburger stehen hinten sicher, haben alle vier bisherigen Pflichtspiele unter Rose zu null gewonnen (Torverhältnis: 15:0). „Das ist sehr ordentlich und der Beweis, dass unser System über das Kollektiv funktioniert. Wir sind nicht abhängig von einzelnen Spielern, sondern haben eine sehr willige Mannschaft, die sich jeden Tag verbessern will. Dazu stellt uns der Trainer sehr gut ein“, erklärte der 24-jährige Abwehrspieler, der zuletzt beim 2:0-Sieg in Wolfsberg ab der 75. Minute sein Comeback gegeben hatte.

Dass nun in der Red-Bull-Ära im zehnten Anlauf mit dem siebenten Trainer der erstmalige Einzug in die Königsklasse glücken könnte, nimmt Lainer als „positiven Druck“. „Natürlich wünscht man es sich von Jahr zu Jahr mehr, dass es endlich gelingt. Aber es ist eine sehr schwierige Aufgabe, denn man muss drei Qualirunden überstehen. Doch es ist kein negativer Druck, denn alle in meinem Umfeld würden sich freuen, würde es gelingen.“

Schlechte Erinnerungen ans Vorjahr

Im Vorjahr schien Salzburg im Play-off gegen den kroatischen Meister, der damals jedoch Dinamo Zagreb hieß, bereits am Ziel der Träume: Nach einem 1:1 in der Auswärtspartie erzielte der ÖFB-Internationale Valentino Lazaro im Rückspiel mit einer tollen Einzelleistung die Führung für Österreichs Double-Gewinner, der bis zum Ausgleich in der 87. Minute auf Champions-League-Kurs lag, dann aber in der Verlängerung eine bittere 1:2-Niederlage einstecken musste.

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