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„Das ist der falsche Weg“

Wie schon das Wiener Derby am letzten Wochenende musste auch das Bundesliga-Match zwischen FC Flyeralarm Admira und Rapid am Sonntag unterbrochen werden (68.). Erneut warfen grün-weiße Anhänger aus dem Gästesektor Getränkebecher und Fahnenstangen auf das Spielfeld. Schiedsrichter Robert Schörgenhofer unterbrach das Spiel und schickte die Spieler in die Kabinen.

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„Ich will unsere Fans nicht in Schutz nehmen. Das geht nicht“, erklärte Rapid-Sportdirektor Fredy Bickel im ORF-Interview. Allerdings zeigte der 52-jährige Schweizer wenig Verständnis für die rund siebenminütige Spielunterbrechung: „Was hier wieder abläuft, kann ich nicht verstehen. Man heizt damit das Ganze nur noch mehr auf, das ist der falsche Weg“, sagte Bickel, der die Reaktion von Schiedsrichter Schörgenhofer kritisierte.

Nächste Spielunterbrechung wegen Rapid-Fans

Erneut fliegen aus dem Rapid-Sektor Gegenstände auf das Spielfeld. Schiedsrichter Robert Schörgenhofer unterbricht das Spiel und schickt die Mannschaften für mehrere Minuten in die Kabinen.

Ungeachtet dessen sprach sich der Rapid-Sportdirektor für harte Konsequenzen aus, nach den Vorfällen im Derby wurden laut Bickel bereits mehrere Stadionverbote ausgesprochen. „Es braucht auch bei den Fans eine Bereinigung. Ich glaube, dass ein Großteil der Fans mit diesen Dingen auch keine Freude hat. So macht man den Fußball kaputt. Ich erwartet auch, das man klar durchgreift. Es braucht aber auch Fingerspitzengefühl auf und abseits des Platzes“, so Bickel.

Djuricin versteht Unmut der Fans

Rapid-Trainer Goran Djuricin hatte Verständnis für den Unmut der Fans, „solche Vorfälle haben aber auf dem Fußballplatz nichts verloren.“ Wenn die Hütteldorfer allerdings gewinnen, haben sie „die geilsten Fans, die es gibt.“ Das Spiel selbst verlief denkbar unglücklich. „Wir haben die erste Hälfte komplett dominiert, sind durch einen Eigenfehler gleich am Anfang in Rückstand geraten“, sagte der 42-Jährige.

„Wir hatten dann drei, vier gute Möglichkeiten zum Ausgleich. Mit dem zweiten Tor wieder nach einem Eigenfehler sind wir auf die Verliererstraße gekommen.“ In den letzten 15, 20 Minuten hätte seine Mannschaft aber Moral bewiesen. „Wir wollten das Gesicht nicht verlieren“, so Djuricin. „Insgesamt war der Sieg der Admira verdient.“

Deren Coach Damir Buric lobte, dass sein Team „sehr diszipliniert gespielt, gut und konsequent verteidigt“ habe. „Das Einzige, was mich gestört hat, war, dass wir diese zwei, drei Möglichkeiten nicht zu Ende gespielt haben“, meinte der 53-Jährige. „Umso mehr habe ich großen Respekt, wie wir nach der Pause aufgetreten sind“, so Buric. „Die Spannung war nach dem 3:0 komplett weg. Aber jedenfalls war es ein verdienter Sieg. Schlecht war die Unterbrechung, da ist der Rhythmus irgendwie verloren gegangen. Am Schluss haben wir die Möglichkeiten auch nicht zu Ende gespielt.“

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