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Intensiver Arbeitstag für „CR7“

Der kurze, äußerst intensive Auftritt von Ronaldo im spanischen Supercup gegen den FC Barcelona hat für den Superstar von Real Madrid ernsthafte Folgen. Nach einem Schubser gegen den Schiedsrichter am Sonntag wurde der Portugiese nun für fünf Spiele gesperrt. Laut spanischen Medien fasste Ronaldo wegen „leichter Gewalt gegen einen Schiedsrichter“ die vom Regelwerk gedeckte Strafe aus.

Die Cristiano-Ronaldo-Show beim Real-Auswärtssieg im Camp Nou hat keine 25 Minuten gedauert, aber sie hat es in sich gehabt: Unter Buhrufen und Pfiffen war der portugiesische Superstar in der 58. Minute im Hinspiel um den Supercup in Barcelona eingewechselt worden. Es folgten ein Traumtor, die mit Gelb bestrafte Zur-Schau-Stellung seines nackten Oberkörpers, eine umstrittene Schwalbe im Strafraum, der daraus resultierende Platzverweis und der nun bestrafte Schubser gegen den heftig kritisierten Schiedsrichter.

Ronaldo erhält die rote Karte

APA/AP/Manu Fernandez

Die Rote Karte empfand Ronaldo als einen Akt von Majestätsbeleidigung

Laut der spanischen Zeitung „AS“ wird Ronaldo wegen der Gelb-Roten Karte für ein Spiel gesperrt, die weiteren vier Partien kamen aufgrund der Tätlichkeit gegen den Referee hinzu. Dazu muss der Portugiese auch ein Bußgeld von 3.005 Euro zahlen. Dabei kam der 32-Jährige sogar noch glimpflich davon. Das Regelwerk sieht für „leichte Gewalt“ sogar eine Sperre von bis zu zwölf Spielen vor. Laut spanischen Medien wolle Real Madrid zumindest gegen die Sperre wegen des Platzverweises Berufung einlegen.

Ramos und Zidane sauer auf Referee

„Ich war zwar weit weg, aber ich glaube, dass er einfach das Gleichgewicht verloren und sich nicht fallen gelassen hat“, meinte Real-Kapitän Sergio Ramos zur vermeintlichen Schwalbe, die Ronaldo in Rage versetzte und ihn zum Schubser gegen den Schiedsrichter verleitet hatte.

Auch Coach Zinedine Zidane unterstützte Ronaldo. „Ich bin wütend, dass Cristiano vom Platz geschickt wurde“, erklärte er nach dem Spiel gegen die Katalanen. „Vielleicht war es wirklich kein Elfmeter, aber ihm die Rote Karte zu zeigen, war einfach lächerlich.“ Die „Königlichen“ fühlen sich ungerecht behandelt - und das nicht zum ersten Mal, wie die Sportzeitung „Marca“ am Montag schrieb.

Ausgangslage trotz viel Ärgers gut

„Real Madrid glaubt, dass es kein Zufall sein kann, dass Zidanes Team in den letzten fünf Clasicos immer mit einem Mann weniger auf dem Platz stand“, schrieb das Blatt. Aber der Platzverweis Ronaldos durch den 31-jährigen Unparteiischen aus dem Baskenland „toppt nach Meinung der Mannschaft alles bisher Dagewesene“.

Es war nicht die einzige umstrittene Entscheidung der Partie. Auch der von einem mutmaßlichen Foul an Barca-Stürmer Luis Suarez provozierte und von Lionel Messi verwandelte Elfmeter zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich in der 77. Minute sorgte für Wirbel. „Das war absolut kein Elfmeter“, erzürnte sich Ramos, der den spektakulären Sturz von Suarez aus nächster Nähe verfolgt hatte.

Trainer Zidane

APA/AP/Manu Fernandez

„Zizou“ hatte wie seine Spieler einen dicken Hals

Für Real ist nun trotz allen Ärgers die Ausgangslage gut, um am Mittwoch bereits den zweiten Titel der neuen Saison einzufahren. In der vergangenen Woche hatte der Champions-League-Sieger schon den UEFA Supercup gegen Manchester United gewonnen.

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