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Fink sieht Duell auf Augenhöhe

Die Austria nimmt ihr erstes großes Saisonziel ins Visier. Wie im Vorjahr wollen die Wiener den Sprung in die Gruppenphase der UEFA Europa League schaffen. Im Play-off um den Einzug in die finanziell lukrative Hauptrunde wartet der NK Osijek. Vor dem Hinspiel bei den Kroaten am Donnerstagabend (20.45 Uhr) sollte die Austria gewarnt sein.

Osijek warf bereits Luzern und den PSV Eindhoven aus dem Bewerb. In den bisherigen elf Pflichtspielen dieser Saison hat der Club aus der Region Slawonien im Osten Kroatiens nur eine Niederlage hinnehmen müssen. Die Austria hatte ihrerseits mit der Form zu kämpfen. Der Abgang von Petar Filipovic einen Tag vor der Partie in Osijek war ebenfalls suboptimal.

Austria-Coach Thorsten Fink

GEPA/Christian Ort

Fink will sich trotz einiger Probleme nicht aus dem Konzept bringen lassen

Trainer Thorsten Fink geht dennoch mit Zuversicht an die Sache heran. „Dass ein Innenverteidiger ausfällt, kann schon mal passieren. Ich denke, wir sind gut eingestellt auf den Gegner, das ist das Wichtigste“, betonte Austrias Chefcoach. Er sah eine ausgeglichene Ausgangslage: „Die Chancen liegen bei 50:50, es wird darauf ankommen, wer in den zwei Spielen in der besseren Verfassung ist.“

Fink hofft auf nötige Effizienz

Fink strich das Positive der jüngeren Vergangenheit hervor. „Wir haben uns gut aufgewärmt, drei Spiele nicht verloren und zwei davon gewonnen“, betonte der Deutsche. Beim 2:0 gegen den LASK am vergangenen Wochenende offenbarte seine Elf dennoch wieder Lücken in der Defensive. Diese müssen im Stadion Gradski vrt (zu deutsch: „Stadtgarten“) vermieden werden. Auch in der Offensive ist effektives Auftreten gefragt.

Europa-League-Play-off, Hinspiel

Donnerstag, 20.45 Uhr:

Osijek - Austria Wien

Stadion Gradski vrt, SR Aytekin (GER)

Mögliche Aufstellungen:

Osijek: Malenica - Sorsa, Lesjak, Skoric, Barisic - Mioc, Pusic - Bockaj, Lepa, Grezda - Ejupi

Austria: Hadzikic - Larsen, Westermann, Kadiri, Martschinko - Serbest - Tajouri, Prokop, Holzhauser, Pires - Friesenbichler

Rückspiel am 24. August in St. Pölten. Der Aufsteiger steht in der EL-Gruppenphase.

„Osijek ist eine sehr kompakte Mannschaft, wo man nicht drei, vier 100-prozentige Chancen vorfinden wird. Die eine müssen wir nutzen“, wusste Fink, der auch vor den Standardsituationen des Gegners („Da sind sie sehr gefährlich“) warnte. Der anstelle des verletzten Alexander Grünwald zum neuen Kapitän bestimmte Raphael Holzhauser stieß ins selbe Horn. „Sie haben einen sehr guten Stürmer und stehen defensiv sehr kompakt. Aber wir werden unser Bestmögliches versuchen, um ein gutes Resultat zu holen“, sagte der Spielgestalter der Violetten.

Gruppenphase zahlt sich aus

Ein Auswärtstor zu erzielen bzw. die null zu halten, wäre die Basis, um die Aufstiegschance im wegen des Robbie-Williams-Konzerts im Happel-Stadion nach St. Pölten verlegten Rückspiels am 24. August (21.05 Uhr) zu wahren. Beim Sprung in die Gruppenphase der Europa League würden alleine 2,6 Millionen Euro an Startgeld vonseiten der UEFA überwiesen werden. Ein Zuverdienst, mit dem die Austria auch auf dem Transfermarkt noch einmal tätig werden könnte.

Joshua Breinet (Eindhoven) gegen Petar Bockaj (Osijek)

APA/AFP/ANPMarcel van Hoorn

In der Qualifikation musste sich unter anderen auch Eindhoven Osijek beugen

Davon ist die Austria allerdings noch weit entfernt. Osijek versprüht zwar nicht das große Fußballflair, sollte jedoch keinesfalls unterschätzt werden. Eindhoven verlor gegen die Blau-Weißen zweimal mit 0:1, wobei die Tore aus einem Elfmeter und einem Freistoß fielen. Auch in der Liga gewann Osijek zuletzt zweimal, darunter 1:0 gegen Meister Rijeka. Fink saß als Spion auf der Tribüne.

Gegner gespickt mit Toptalenten

Torschütze per Elfmeter war Kapitän Borna Barisic, der es aktuell in den Kader der kroatischen Nationalmannschaft geschafft hat. Neben dem 24-Jährigen befinden sich im Aufgebot des Vierten der abgelaufenen kroatischen Meisterschaft weitere junge Akteure, die vor dem Sprung ins Ausland stehen. So hätte Innenverteidiger Mateo Barac (23) dieser Tage für Ajax Amsterdam unterschreiben sollen. Sein Wechsel zerschlug sich allerdings, laut Medienberichten fiel Barac beim medizinischen Check wegen Herzproblemen durch.

Er wird Donnerstag aller Voraussicht nach nicht einlaufen. Verzichten muss Trainer Zoran Zekic auch auf den gesperrten Robert Mudrazija (20). Der Mittelfeldspieler war vergangene Saison noch beim FC Liefering tätig, ehe er in seine Heimat zurückging. Erwarten wird die Austria ein volles Haus. 15.000 Karten wurden für die Partie in der Mehrzweckarena von Osijek aufgelegt, der Vorverkauf stimmte den Verein zuversichtlich, dass die Begegnung ausverkauft sein wird. Aus Wien werden rund 500 Fans erwartet.

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