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Platz eins kaum noch zu nehmen

Österreichs Basketball-Herren haben am Mittwochabend mit Maßarbeit wohl ihr Ziel erreicht und sollten die Gruppe B der WM-Vorqualifikation auf Platz eins abschließen. Das 78:71 (39:37) in Amsterdam gegen die Niederlande bedeutet nach dem 72:79 daheim Gleichstand in den Duellen mit „Oranje“. Die Ergebnisse gegen Albanien müssten jedoch für das ÖBV-Team sprechen.

Die Niederlande treten am Samstagabend noch in Tirana an. Österreich hat gegen Albanien zwei Siege und einen Score von plus 62 (79:51, 97:63) zu Buche stehen. Das „Oranje“-Team hält nach einem 91:77 bei plus 14, müsste also zum Abschluss mit 49 Punkten Differenz gewinnen, um Rot-Weiß-Rot noch zu überflügeln. Das ist möglich, aber wohl nicht wahrscheinlich.

Die Österreicher hatten am Mittwochabend in Amsterdam genau einmal mit sieben Punkten Differenz geführt - wenige Sekunden vor Schluss. Kapitän Thomas Schreiner blieb es vorbehalten, zu diesem Zeitpunkt drei Freiwürfe zu verwandeln. „Wir sind glücklich, das ist ein super Teamerfolg“, freute sich der „Matchwinner“ bescheiden. „Im Finish haben wir wichtige Würfe und richtige Entscheidungen getroffen“, lobte Coach Kestutis Kemzura.

Pöltl erst wieder im Sommer 2018 im Team

Auf einen „sehr coolen Sommer“ blickte Jakob Pöltl zurück. Es habe „viel Spaß gemacht“, im Nationalteam zu spielen. „Wir haben viel Herz gezeigt, gekämpft und nie aufgegeben“, sagte der NBA-Center zum „Krimi von Amsterdam“. Der Wiener fliegt am Sonntag nach Nordamerika, um zu Beginn der kommenden Woche in Los Angeles wieder das Training im Dress der Toronto Raptors aufzunehmen. Die je zwei Spiele in der WM-Qualifikation im November und im Februar 2018 wird er verpassen, Ende Juni/Anfang Juli 2018 will er jedoch wieder im Nationalteam dabei sein. „Der Sommer ist auf jeden Fall ein Thema.“

Vorerst richtet der Wiener den Fokus auf seine zweite NBA-Saison. Die Vorbereitung bietet sogar ein „Zuckerl“: Gegen die LA Clippers bestreiten die Kanadier Anfang Oktober zwei Testspiele in Honolulu auf Hawaii. Dort war Pöltl bisher „noch nie“, wie er wissen ließ.

ÖBV-Akteure zurück in den Ligabetrieb

Während der NBA-Center am Donnerstagvormittag nach Wien flog, verabschiedeten sich einige andere Teammitglieder bereits in Amsterdam. Rasid Mahalbsic fuhr zu seinem neuen Arbeitgeber nach Oldenburg (GER). Bryce Douvier flog nach Denver, um noch einige Tage zu Hause zu verbringen, ehe ihn sein neuer italienischer Club Treviglio erwartet. Kemzura und sein litauischer Betreuerstab reisten von Amsterdam nach Vilnius. Der Teamchef tritt nach einer Woche Heimaturlaub wieder seinen Job als Assistant-Coach bei Darüssafaka Istanbul an.

Noch am Donnerstagabend ging es für Marvin Ogunsipe nach München weiter, wo der Small Forward bereits von den Verantwortlichen von Bayern München erwartet wurde. Schreiner macht sich am Sonntag auf den Weg zu seinem neuen Verein Burgos (ESP). Thomas Klepeisz reist am selben Tag nach Braunschweig. Moritz Lanegger hingegen hat erst gegen Ende des Monats Dienstantritt bei Neo-Arbeitgeber London Lions.

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