Themenüberblick

Galaauftritt im Parc des Princes

Dieses Match werden die Fans wohl nicht so schnell vergessen: Paris Saint-Germain hat mit einem 6:2-Kantersieg gegen Toulouse die weiße Weste in der französischen Meisterschaft gewahrt und im Anfang des Monats für 222 Millionen Euro verpflichteten Neymar auch den überragenden Spieler des Abends in seinen Reihen gehabt.

Der Brasilianer, der vergangene Woche in seinem ersten Match seit dem Wechsel vom FC Barcelona gegen Guingamp erstmals getroffen hatte, sorgte am Sonntag mit einem Abstaubertreffer zunächst für den 1:1-Ausgleich und steuerte in der Nachspielzeit den Endstand bei. Dazwischen war er aber auch an den vier weiteren Treffern seines neuen Teams beteiligt.

Besonders sehenswert bei dem Galaauftritt war das Ende: Neymar spielte in der Nachspielzeit gleich fünf Gegner im Strafraum auf sehenswerte Weise aus, wechselte den Ball von Fuß zu Fuß und schob ihn schließlich wie in einer Trainingseinheit zum 6:2 ein. Stehende Ovationen im Parc des Princes begleiteten ihn danach in die Kabine. Auch die Toulouse-Spieler zollten dem 25-Jährigen beim Abgang ihre Anerkennung.

Ein Mann für alle Fälle

Das Lob von allen Seiten hatte sich der Brasilianer auch redlich verdient. Nachdem die Gäste durch Neuzugang Max-Alain Gradel (19.) überraschend in Führung gegangen waren, glich Neymar aus (31.) und legte kurz darauf den Führungstreffer von Adrien Rabiot auf (35.). Nach der Pause holte er einen Elfmeter heraus, den Edinson Cavani verwertete (75.). Zu diesem Zeitpunkt waren die Hausherren nur noch zu zehnt, denn Marco Verratti flog in der 69. Minute mit Gelb-Rot vom Platz.

Neymar

APA/AP/Kamil Zihnioglu

Neymar war einfach nicht zu stoppen

Mit dem 2:3-Anschlusstreffer von Christopher Julien (78.) keimte bei Toulouse noch einmal Hoffnung auf, doch Javier Pastore stellte mit einem sehenswerten Weitschuss auf 4:2 (82.). Während Neymar bei diesem Treffer „nur“ für den Pass zu Assistgeber Angel di Maria verantwortlich war, war er zwei Minuten später per Corner direkt am 5:2 durch Layvin Kurzawa beteiligt. Für den krönenden Abschluss sorgte er dann selbst.

„Kann mich noch weiter verbessern“

„Das Publikum war phantastisch, es war eine tolle Atmosphäre“, sagte Neymar nach dem Match. „Ich bin sehr glücklich und entspannt. Ich habe mich so schnell wie möglich angepasst, fühle mich körperlich immer besser und kann mich noch weiter verbessern. Das sechste Tor? Ich kann mich nicht genau erinnern, wie es passiert ist. Ich muss mir das noch einmal anschauen. Ich weiß nur, dass es ein Tor war.“

Auch Cavani war voll des Lobes: „Neymar bringt auf den letzten Metern viel Dynamik, das ist wichtig. Mit seiner Dynamik erspielt sich die Mannschaft viele Chancen, und ich bekomme mehr Platz. Ich glaube, dass wir gemeinsam Großes erreichen können. Er bringt uns viel, aber das muss ich nicht sagen. Es genügt, wenn man ihm zusieht.“

„Er ist ein Phänomen“

Toulouse-Angreifer Andy Delort, dessen Attacke gegen Neymar zum Elfmeter geführt hatte, verglich ihn mit einem anderen Brasilianer, der einst bei PSG und dem FC Barcelona für Furore gesorgt hatte. „Er ist ein Phänomen, ein Künstler. Es war wie bei Ronaldinho, wir wussten nie, was uns erwartet, wenn er am Ball war. Ich weiß nicht, ob es einen Weg gibt, ihn zu stoppen. Das einzig Positive ist, dass wir jetzt nur noch einmal in der Meisterschaft gegen ihn spielen.“

Ligue 1

Dritte Runde

Freitag, 18. August:
Metz Monaco 0:1
Samstag, 19. August:
Lyon Bordeaux 3:3
Troyes Nantes 0:1
St. Etienne Amiens 3:0
Nice Guingamp 2:0
Rennes Dijon 2:2
Montpellier Strasbourg 1:1
Sonntag, 20. August:
Lille Caen 0:2
Marseille Angers 1:1
Paris SG Toulouse 6:2

Tabelle

Links: