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Luzenko schnappt sich Etappensieg

Der Kasache Andrej Luzenko hat die fünfte Etappe der Vuelta a Espana mit Bergankunft in Ermita Santa Lucia für sich entschieden. Der Astana-Profi setzte sich nach 175,7 Kilometern 42 Sekunden vor dem Eritreer Merhawi Kudus (Dimension-Data) durch, Dritter wurde der Spanier Marc Soler (+ 0:56) vom Movistar-Team. Eine starke Leistung bot auch der Kärntner Marco Haller (Katjuscha), der nach einer langen Flucht noch Platz sechs (1:37) belegte. Im Roten Trikot bleibt der Brite Christopher Froome vom Sky-Team.

Schon sieben Kilometer nach dem Start in Benicassim hatte sich eine erste 17-köpfige Spitzengruppe gebildet, in der Haller bereits vertreten war. 46 Kilometer vor dem Ziel setzte sich der Kärntner dann mit einer Attacke in der Abfahrt vom Alto de la Serratella in Szene. Der 26-jährige Katjuscha-Profi führte kurzzeitig eine halbe Minute vor der ersten Verfolgergruppe, aus der dann der Kasache Alexei Luzenko und der Slowene Matej Mohoric zu ihm aufschlossen.

Dieses Trio wurde aber schnell zum Duo Haller und Luzenko, das seinen Vorsprung zwischenzeitlich auf eine knappe Minute ausbaute, wobei der Österreicher lange Zeit keinerlei Führungsarbeit leistete. Auf der kurzen, steilen Schlussrampe mit durchschnittlich zehn Prozent und maximal bis zu 20 Prozent Steigung spielte dann Luzenko seine ganze Stärke aus, während Haller noch vier weitere Gegner ziehen lassen musste. Luzenko, der 2012 als 20-Jähriger U23-Weltmeister geworden war, feierte den „bisher größten Erfolg seiner Karriere“, wie er auch im ersten Siegerinterview betonte.

Froome baut Führung aus

Mit der Entscheidung um den Etappensieg hatte Froome als 14. (4:31) nichts zu tun, dennoch baute er die Führung in der Gesamtwertung um ein paar Sekunden aus. Der vierfache Tour-de-France-Sieger setzte sich im Schlussanstieg im Feld der Verfolger vom bisherigen Zweiten David de la Cruz aus Spanien ab und liegt insgesamt nun zehn Sekunden vor dem US-Amerikaner Tejay van Garderen. Eine weitere Sekunde zurück lauert Esteban Chaves aus Kolumbien. De la Cruz rutschte hinter den Iren Nicolas Roche (0:13) auf Platz fünf (0:23) zurück.

Hallers Landsleute Stefan Denifl (Aqua Blue) und Patrick Konrad (Bora), der sich in den Dienst seines gesundheitlich angeschlagenen Kapitäns Rafal Majka (POL) stellen musste, erreichten das Ziel mit großem Rückstand. Denifl, der im Juli die Österreich-Rundfahrt für sich entschieden hatte, büßte 11:57 Minuten ein und belegte damit Platz 125. Konrad wurde 150. (12:38) und liegt in der Gesamtwertung nun auf Platz 95 (23:27), nur 183. (40:19) ist Denifl.

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