Tscheche Kreuziger triumphiert bei Pro Ötztaler

Der tschechische Mitfavorit Roman Kreuziger hat am Freitag die Premiere des Eintagesrennens Pro Ötztaler 5500 für sich entschieden. Der 31-jährige Orica-Profi gewann nach 217,4 Kilometern über vier Pässe mit 5.500 Höhenmetern 43 Sekunden vor dem Slowenen Simon Spilak. Dritter wurde der Italiener Giulio Ciccone (+ 1:33 Min.).

Riccardo Zoidl belegte in Sölden mehr als drei Minuten zurück als bester Österreicher Rang fünf. Der ehemalige Sieger der Österreich-Rundfahrt hatte sich wie Daniel Geismayr im letzten Anstieg zum Timmelsjoch (2.509 m) lange in der Spitzengruppe gehalten. Wenige Kilometer vor der Passhöhe musste zunächst Geismayr und später bei einer der Attacken der Gegner auch Zoidl abreißen lassen.

„Das war ein harter, epischer Tag“

Kreuziger setzte seinen entscheidenden Angriff kurz vor der Passhöhe und gab seinen Halbminutenvorsprung auf Spilak in der langen Abfahrt bis nach Sölden nicht mehr her. Der ehemalige Tour-de-Suisse-Gewinner (2008) und Gesamtfünfte der Tour de France (2013) feierte in Tirol seinen ersten Saisonerfolg.

„Das war ein harter, epischer Tag. Ich bin sehr glücklich über meinen ersten Sieg nach langer Zeit für Orica. Meine Mannschaft hat einen super Job gemacht“, meinte Kreuziger, der der Veranstaltung für die Zukunft durchaus Chancen für den Aufstieg in die World Tour einräumte.

Vor dem Timmelsjoch hatten die Fahrer auch schon den Jaufenpass, den Brenner und das Kühtai zu bewältigen gehabt. Der Großteil der 154 gestarteten Profis schaffte es nicht ins Ziel. Unter ihnen auch der österreichische Meister Gregor Mühlberger (Bora), der am Jaufenpass erschöpft aufgab. Am Sonntag nehmen die Herausforderung auf der gleichen Strecke beim Ötztaler-Radmarathon wieder mehr als 4.000 Amateur- und Hobbysportler in Angriff.