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„Bin mit meiner Leistung sehr zufrieden“

Dominic Thiem hat seine Auftakthürde bei den US Open in New York souverän genommen. Der Weltranglistenachte hatte beim 6:4 6:1 6:1 gegen den erst 18-jährigen Australier Alex de Minaur (ATP-186.), das am Dienstag wegen Regens zu Beginn des dritten Satzes abgebrochen wurde und erst am Mittwoch fertiggespielt werden konnte, lediglich im ersten Satz Probleme. Bei der Fortsetzung benötigte Thiem nur noch 20 Minuten zum Sieg.

„Das war eine knifflige Aufgabe für die erste Runde. Die Bedingungen zu gestern haben sich verändert, und er (De Minaur, Anm.) ist ein junger Bursche, den ich vorher noch nicht kannte“, erklärte Thiem nach der Partie. Der Australier habe vor allem zu Beginn gut gespielt. „Ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden. Ich muss mich auf Hartplatz aber noch verbessern, ich kann hier nicht mein Sandspiel aufziehen. Aber ich fühle mich wohl hier. Meine letzten US-Open-Ergebnisse waren nicht so schlecht, die versuche ich zu verbessern“, sagte der Niederösterreicher.

Am Mittwoch nur noch kurz auf dem Platz

Wie am Vortag spielten Thiem und De Minaur auf dem Grandstand, der Australier begann bei 1:0-Führung Thiems mit dem Aufschlag. Der Österreicher schloss aber nahtlos an seine gute Leistung zum Zeitpunkt des Abbruchs am Vortag an und erspielte sich mit einer 40:15-Führung gleich zwei Breakchancen. Zunächst konnte er aber keine davon verwerten, im insgesamt vierten Versuch gelang es Thiem dann De Minaur das Service abzunehmen.

Thiem souverän weiter

Dominic Thiem steht in der zweiten Runde der US Open. Nach der Regenunterbrechung am Dienstag machte der Niederösterreicher am Mittwoch mit dem Australier Alex de Minaur kurzen Prozess.

Danach ging es Schlag auf Schlag: Der Niederösterreicher brachte das Service zur 3:0-Führung rasch durch, gewann das vierte Game durch einen Doppelfehler des Australiers und holte sich danach die 5:0-Führung. De Minaur verkürzte zwar noch auf 1:5, doch Thiem brachte sein Service zum Sieg ohne Probleme durch. Der 23-Jährige verwertete nach 20 Minuten seit Wiederaufnahme der Partie seinen ersten Matchball.

Thiem wollte Match „sehr schnell beenden“

„Ich wollte es sehr schnell beenden, weil es gleich morgen wieder weitergeht. Das ist mir gelungen“, sagte Thiem zufrieden. „Der zweite und dritte Satz waren eigentlich so, wie es sein soll. Da habe ich mit den Schlägen extrem viel Druck gemacht, und das war in Ordnung“, sagte der 23-Jährige. Zufrieden war auch sein Coach Günter Bresnik. „Heute war es sehr solide, gestern hat er im ersten Satz ein bisserl geschwächelt, aber grundsätzlich war das eine super solide Leistung“, meinte Bresnik gegenüber der APA.

Dominic Thiem

GEPA/Matthias Hauer

Favorit Thiem hatte gegen De Minaur nur im ersten Satz Probleme

Nach den diversen Problemen in der Vorbereitung - inkonstante Leistungen in Washington, Montreal und Cincinnati - tankte der bei den US Open als Nummer sechs gesetzte Thiem damit viel Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben in Flushing Meadows. In der zweiten Runde bekommt es der 23-Jährige wieder mit einem jüngeren Gegner zu tun. Thiem trifft am Donnerstag (drittes Match nach 17.00 Uhr MESZ) erstmals auf den 19-jährigen US-Amerikaner Taylor Fritz. Der Weltranglisten-108. gewann gegen Marcos Baghdatis aus Zypern mit 6:4 6:4 6:3.

Nur im ersten Satz Probleme

Thiem war in der am Dienstag begonnenen Partie nur im ersten Satz in Bedrängnis. Nach einem frühem Break und 2:0-Führung für Thiem wurde De Minaur stärker. Beim Stand von 2:1 konnte der Lichtenwörther das Rebreak noch abwenden, sein nächstes durchwachsenes Aufschlagsspiel musste er dann zum 3:3 mit einem Doppelfehler abgeben. Der Australier steigerte sich hingegen von Service zu Service und holte die 4:3-Führung sogar zu null.

Thiem fand danach wieder besser in die Partie und brachte auch sein Service souverän zum 4:4 durch. Im umkämpften neunten Game gelang ihm dann wieder das Break zur 5:4-Führung. Der Australier erhielt aber neuerlich die Chance zum Ausgleich. Thiem konnte den Breakball abwehren und verwertete nach 45 Minuten seinen zweiten Satzball. „Der erste Satz war wirklich nicht gut. Ich war ziemlich nervös, angespannt, die Schläge waren nicht schnell, und ich habe mich nicht so gut bewegt“, sagte Thiem.

Thiem nach kurzer Regenpause souverän

Danach übernahm der zweifache French-Open-Halbfinalist das Kommando. Im zweiten Durchgang gab es beim Stand von 2:1 für Thiem - der 23-Jährige hatte im dritten Game das Break geschafft - eine kurze Regenunterbrechung. Thiem ließ sich dadurch nicht aus der Konzentration bringen, brachte seine nächsten beiden Aufschläge zu null durch und holte sich den Satz durch zwei weitere Breaks. Beeindruckend war, dass Thiem bei seinen bis dahin fünf Breaks eine hundertprozentige Chancenauswertung hatte.

Zu Beginn des dritten Satzes gab es die insgesamt dritte Regenunterbrechung in der Partie. Während die ersten beiden für jeweils rund zehn Minuten noch auf dem Platz abgewartet wurden, verließen die Spieler diesmal den Grandstand, den drittgrößten Court bei den US Open. Thiem hatte zuvor bei eigenem Service ohne einen Punkt abzugeben auf 1:0 gestellt. Nach einigen Stunden des Zuwartens wurde das restliche Programm auf den Außenplätzen gestrichen und auf Mittwoch verschoben.

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