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Allerstorfer mit 24-Jahren der „Routinier“

Der Herren-Nationalteam des Österreichischen Judoverbandes (ÖJV) hat die Zukunft noch vor sich. Lukas Reiter gewann am Mittwoch bei seinem WM-Debüt in Budapest immerhin einen Kampf, am Samstag ist das verbleibende ÖJV-Trio im Einsatz. Laurin Böhler tritt in der Klasse bis 100 Kilogramm an, Daniel Allerstorfer und Stephan Hegyi in der über 100 Kilogramm. Die Medaillen hängen wohl noch zu hoch.

Allerstorfer ist der Routinierteste des Quartetts, hat der 24-Jährige doch sogar schon Olympiaerfahrung. In Rio de Janeiro kam für ihn in Runde eins das Out. „Ich habe bei der jungen Männer-Truppe die meiste Erfahrung“, sagte der Oberösterreicher im WM-Vorfeld. „Ich hoffe, dass ich die ausnutzen und ein gutes Ergebnis machen kann.“ Seinen Kampf lege er immer dem Gegner entsprechend an.

Daniel Allerstorfer

GEPA/Harald Steiner

Allerstorfer ist mit 24 Jahren der Routinierteste im Herren-Team und hat auch schon Olympiaerfahrung

Diesmal muss Allerstorfer nach einem Freilos zum Auftakt gegen Jakiw Chammo antreten, dem Bronzemedaillengewinner der WM 2015. Der Ukrainer hat die bisherigen beiden Duelle mit dem Rohrbacher gewonnen. Böhler wiederum erhält den Letten Jevgenijs Borodavko vorgesetzt. Der ist zwar dreifacher EM-Bronzemedaillengewinner, der Vorarlberger hat aber dennoch gute Erinnerungen. Denn im Mai besiegte er ihn beim Grand Prix von Jekaterinburg auf dem Weg zu Rang drei.

„Schlagbar ist jeder“

Das war Böhlers bisher größter Erfolg seiner Karriere, gab Selbstvertrauen, und dementsprechend unerschrocken geht der 22-Jährige in die Titelkämpfe. „Mein Ziel ist, ganz vorne platziert zu sein. Schlagbar ist jeder.“ Mit Aaron Fara hat Böhler in seiner Gewichtsklasse einen starken ÖJV-internen Konkurrenten. Für Budapest musste der Junioren-Europameister 2016 wegen einer Knieverletzung allerdings absagen. Hegyi wiederum beginnt gegen den Jordanier Mohammad Alrfooh.

Herren-Bundestrainer Patrick Rusch setzt auf Training in Japan: „Für das Erfahrungsammeln, für die technische Entwicklung ist es dort am besten. Die Gewichtsklassen sind dort sehr gut besetzt.“ Der Coach rechnete für seine WM-Equipe einen Altersschnitt von 21,5 Jahren vor. „Sie haben aber schon die Qualität, auch die großen Leute zu schlagen. Wenn wir eine Platzierung machen, wäre ich sehr glücklich damit.“ Reiter hat das noch nicht geschafft, er blieb unplatziert.

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