69. Poleposition für den Briten in Monza
Lewis Hamilton hat sich nach langer Wartezeit am Samstag die Poleposition für den Formel-1-Grand-Prix von Italien gesichert. Der britische Mercedes-Pilot steht am Sonntag (14.00 Uhr, live in ORF eins und im Livestream) zum 69. Mal auf Startplatz eins und ist damit alleiniger Rekordhalter. Neben ihm wird überraschend der 18-jährige Lance Stroll starten.
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Ein Rekord von Michael Schumacher ist also Geschichte. In Belgien hatte Hamilton mit seiner 68. Poleposition zu dem Formel-1-Giganten aufgeschlossen, nun steht er alleine ganz vorne. „Ich habe davon geträumt, eines Tages so etwas zu schaffen wie er“, sagte der sichtlich gerührte Rekordmann. „Das auf einem historischen Kurs wie diesem hier zu schaffen, kann ich noch gar nicht glauben.“

APA/AFP/Andrej Isakovic
Hamilton war nach seinem Rekord sichtlich gerührt
Praktisch in letzter Sekunde hatte er die Bestzeit gesetzt und damit das Red-Bull-Duo Max Verstappen und Daniel Ricciardo noch abgefangen. Es war schon die achte Pole für Hamilton in der laufenden Saison. Die Startaufstellung entspricht dem Qualifying-Ergebnis aber nur bedingt, bekamen doch insgesamt sechs Fahrer ihre Startplätze wegen der regelwidrigen Wechsel von Motorkomponenten zugewiesen. Verstappen und Ricciardo erhielten zu ihren bereits am Freitag verhängten Strafen jeweils weitere fünf Plätze dazu, sie mussten 20 bzw. 25 Positionen nach hinten.
Erster Profiteur der Strafenlawine war der Kanadier Stroll, der auf die zweite Startposition neben Hamilton vorrückte. Der Williams-Neuling ist mit 18 Jahren und 309 Tagen der jüngste Formel-1-Pilot in der Geschichte, der es so weit nach vorne schaffte. Auch der Franzose Esteban Ocon im Force India machte einen Sprung nach vorne und verbesserte sich auf den dritten Platz.
Vettel mit Problemen
WM-Leader Sebastian Vettel kam mit der nassen Strecke nicht zurecht und musste sich mit Rang acht zufriedengeben. Vor dem 13. Saisonlauf hat Vettel in der Gesamtwertung sieben Punkte Vorsprung auf Hamilton. Mit einem Sieg könnte der erstmals in diesem Jahr die WM-Führung übernehmen.
„Es lag nicht an den Reifen. Wenn ich wüsste, woran es lag, würde ich es sagen“, meinte ein unzufriedener Vettel. „Mit dem Ergebnis bin ich nicht zufrieden, aber das ist auch keine Überraschung. Mit dem Speed war sicherlich mehr drin, aber das müssen wir uns jetzt anschauen.“
Lange Geduldsprobe
Die Qualifikation war gleich nach Beginn um 14.00 Uhr wegen Dauerregens für mehr als zweieinhalb Stunden unterbrochen worden. Der Neustart wurde zehnmal verschoben. Nach nur wenigen Minuten schlitterte Romain Grosjean in die Streckenbegrenzung und demolierte seinen Haas. Der Franzose konnte aus seinem Auto selbst wieder aussteigen. Nach einer roten Flagge wurde die Einheit für lange Zeit unterbrochen.

Reuters/Max Rossi
Zwischenzeitlich zog Bernd Mailänder im Safety-Car seine Runden
Vettel winkte zwischendurch von der Boxenmauer den Fans auf der Haupttribüne zu, Hamilton nutzte die Zwangspause zur Pflege seines Instagram-Accounts. Für eine Partie Videospiel mit Teamkollege Valtteri Bottas war auch noch Luft. Verstappen versuchte sich als Kameramann.
Unterdessen fuhren Reinigungsfahrzeuge auf den Kurs. Streckenposten versuchten mit Besen und Laubbläsern, die neuralgischen Stellen auf dem Asphalt mit tiefen Regenlacken zumindest ein wenig zu trocknen. Dann ließ endlich der Regen nach und mit zweieinhalbstündiger Verzögerung gaben die Piloten wieder Gas.
Grand Prix von Italien in Monza
Endstand im Qualifying (Q3): |
1. |
Lewis Hamilton |
GBR |
Mercedes |
1:34,660 |
2. |
Max Verstappen |
NED |
Red Bull |
1:35,808 |
3. |
Daniel Ricciardo |
AUS |
Red Bull |
1:35,947 |
4. |
Lance Stroll |
CAN |
Williams |
1:36,138 |
5. |
Esteban Ocon |
FRA |
Force India |
1:36,825 |
6. |
Valtteri Bottas |
FIN |
Mercedes |
1:36,939 |
7. |
Kimi Räikkönen |
FIN |
Ferrari |
1:37,093 |
8. |
Sebastian Vettel |
GER |
Ferrari |
1:37,170 |
9. |
Felipe Massa |
BRA |
Williams |
1:37,357 |
10. |
Stoffel Vandoorne |
BEL |
McLaren |
1:38,263 |
Out in Q2: |
11. |
Sergio Perez |
MEX |
Force India |
1:37,582 |
12. |
Nico Hülkenberg |
GER |
Renault |
1:38,059 |
13. |
Fernando Alonso |
ESP |
McLaren |
1:38,202 |
14. |
Daniil Kwjat |
RUS |
Toro Rosso |
1:38,245 |
15. |
Carlos Sainz |
ESP |
Toro Rosso |
1:38,526 |
Out in Q1: |
16. |
Kevin Magnussen |
DEN |
Haas |
1:40,489 |
17. |
Jolyon Palmer |
GBR |
Renault |
1:40,646 |
18. |
Marcus Ericsson |
SWE |
Sauber |
1:41,732 |
19. |
Pascal Wehrlein |
GER |
Sauber |
1:41,875 |
20. |
Romain Grosjean |
FRA |
Haas |
1:43,355 |
Startaufstellung: |
1. |
Lewis Hamilton |
GBR |
Mercedes |
|
2. |
Lance Stroll |
CAN |
Williams |
|
3. |
Esteban Ocon |
FRA |
Force India |
|
4. |
Valtteri Bottas |
FIN |
Mercedes |
|
5. |
Kimi Räikkönen |
FIN |
Ferrari |
|
6. |
Sebastian Vettel |
GER |
Ferrari |
|
7. |
Felipe Massa |
BRA |
Williams |
|
8. |
Daniil Kwjat |
RUS |
Toro Rosso |
|
9. |
Kevin Magnussen |
DEN |
Haas |
|
10. |
Sergio Perez |
MEX |
Force India |
|
11. |
Marcus Ericsson |
SWE |
Sauber |
|
12. |
Pascal Wehrlein |
GER |
Sauber |
|
13. |
Max Verstappen *** |
NED |
Red Bull |
|
14. |
Nico Hülkenberg * |
GER |
Renault |
|
15. |
Carlos Sainz * |
ESP |
Toro Rosso |
|
16. |
Daniel Ricciardo **** |
AUS |
Red Bull |
|
17. |
Jolyon Palmer ** |
GBR |
Renault |
|
18. |
Stoffel Vandoorne **** |
BEL |
McLaren |
|
19. |
Fernando Alonso ***** |
ESP |
McLaren |
|
20. |
Romain Grosjean ****** |
FRA |
Haas |
|
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