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Rauschendes Fußballfest in Stuttgart

Angetrieben vom umjubelten Doppeltorschützen Timo Werner hat Deutschland ein rauschendes Fußballfest gefeiert. Beim 6:0 (4:0) des Weltmeisters in Stuttgart gegen völlig überforderte Norweger fehlte nur die Krönung der vorzeitigen Qualifikation für die WM im kommenden Sommer in Russland, da der Tabellenzweite Nordirland (19 Punkte) gegen Tschechien 2:0 gewann.

Nach dem achten Sieg in der aktuellen Ausscheidungsrunde kann die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw am 5. Oktober in Nordirland das WM-Direktticket schon mit einem Unentschieden besiegeln. Die Nordiren sind aber bereits jetzt zumindest einer der acht besten Gruppenzweiten.

Julian Draxler und Thomas Müller (DFB)

APA/AP/Matthias Schrader

Die Deutschen gaben gegen Norwegen klar den Ton an

Die DFB-Elf präsentierte sich in Stuttgart verglichen mit dem Auftritt beim schmeichelhaften 2:1 gegen Tschechien am vergangenen Freitag wie ausgewechselt. Mit viel Spielfreude und Konsequenz im Abschluss stellten die Deutschen gegen erschreckend schwache Norweger früh die Weichen auf Sieg.

Klare Verhältnisse

Mesut Özil (10.), Julian Draxler (17.) und Timo Werner (21.,40.) sorgten noch in der ersten Hälfte für klare Verhältnisse. Nach der Pause erhöhte Leon Goretzka (50.) rasch auf 5:0. Danach ließ der vierfache Weltmeister den Abend ruhig ausklingen. In der 79. Minute machte Mario Gomez noch das halbe Dutzend voll.

„Das war heute etwas Besonderes“

„Es zeigt, wie schön der Fußball sein kann. Es war ein tolles Publikum, und es hat Spaß gemacht vor ausverkauftem Haus. Wir haben unseren Teil dazu beigetragen mit guten Kombinationen und tollen Toren“, sagte Löw. Torschütze Werner war ebenfalls überglücklich: „Ich freue mich, dass ich auch in der Nationalelf treffe. Das war heute etwas Besonderes in der Heimat. Klasse, wie mich die Fans unterstützt haben. Da spielt man doppelt so gern Fußball. Das bedeutet mir sehr viel.“

Drei Tage nach den unrühmlichen Vorkommnissen von Tschechien war es diesmal auch auf den Rängen ein Fußballfest. Waren in Prag noch Chaoten durch rechtsradikale Parolen und Schmähgesänge unangenehm aufgefallen, herrschte diesmal eine prächtige Stimmung. Sogar „Timo Werner“-Sprechchöre waren zu hören.

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