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Zwei Punkte fehlten zum Endspiel

Venus Williams muss ein weiteres Jahr auf die Chance auf ihren dritten US-Open-Titel nach 2000 und 2001 warten. Die 37-Jährige unterlag am Donnerstag im Halbfinale ihrer 24-jährigen US-Landsfrau Sloane Stephens mit 1:6 6:0 5:7. Diese trifft im Finale auf Madison Keys.

Williams verpasste nach einem zunächst kuriosen und dann umkämpften Halbfinale ihr drittes Major-Endspiel in diesem Jahr. Die ältere Schwester von Serena Williams fand zunächst überhaupt nicht zu ihrem Spiel. Im ersten Satz gewann die Weltranglistenneunte nicht einmal halb so viele Punkte wie ihre 13 Jahre jüngere Gegnerin. Dann steigerte sich die siebenfache Major-Siegerin, der zweite Satz verlief einseitig zu ihren Gunsten.

Jubel von Sloane Stephens (USA)

APA/AP/Adam Hunger

Stephens steht erstmals im Endspiel

Im spannenden dritten Satz war Williams bei 5:4 und 30:30 nur zwei Punkte von ihrem ersten Einzug ins US-Open-Finale seit 2002 entfernt. Stephens glänzte aber in ihrem zweiten Major-Halbfinale in den entscheidenden Momenten. „Ich weiß nicht, wie ich das geschafft habe, ich habe einfach hart gearbeitet“, sagte die Außenseiterin nach der 2:07 Stunden langen Partie. Williams scheiterte am Ende auch an ihren 51 unerzwungenen Fehlern. „Ich habe einfach nicht gut gespielt“, sagte die diesjährige Australian-Open- und Wimbledon-Finalistin.

„Werde weiter Tennis spielen“

Williams, die die älteste Major-Siegerin in der offenen Ära seit 1968 hätte werden können, hegte nach der Partie keine Rücktrittsgedanken. Auf die Frage, ob es ein Trost sei, dass ihre Landsfrauen sie als Inspiration genommen haben könnten, sagte sie: „Um ehrlich zu sein, bin ich hier, um meine Matches zu gewinnen, und nicht zum Trost. Und ich werde weiter Tennis spielen, so einfach ist das.“

„Ich habe keine Worte, um zu beschreiben, wie viel mir das Finale bedeutet“, sagte Stephens, die bis Wimbledon Anfang Juli wegen einer schweren Fußverletzung elf Monate lang kein Turnier bestritten hatte. Nun steht sie wie Keys in ihrem ersten Major-Endspiel.

Vandeweghe chancenlos

Die Weltranglisten-16. Keys behielt gegen Coco Vandeweghe problemlos mit 6:1 6:2 die Oberhand. Im zweiten Satz musste sich Keys zwar behandeln lassen, führte aber bereits mit 4:1 und ließ sich auch mit einem bandagierten rechten Oberschenkel nicht mehr aufhalten. Mit einem Ass verwandelte sie ihren ersten Matchball.

„Es fühlt sich nicht an, als wäre es wahr“, sagte sie. Erstmals seit 1985 hatten sich vier US-Amerikanerinnen für die Vorschlussrunde eines Majors qualifiziert. Bei den US Open hatten zuletzt vor 36 Jahren vier US-Amerikanerinnen das Halbfinale erreicht, 2002 gab es das letzte US-Finale in New York.

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