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Schwere Aufgabe für neuen Admira-Coach

Mit einem alten Bekannten als Cheftrainer will die Admira dem Tabellenführer ein Bein stellen. Nachdem Ernst Baumeister erneut auf dem Südstädter Trainerstuhl Platz genommen hat, ist seine Elf gleich am Samstag (18.30 Uhr) gegen Sturm Graz gefordert. Die Aufgabe könnte eine leichtere sein, weiß der 60-Jährige, denn Sturm sinnt nach der ersten Saisonniederlage auf Wiedergutmachung.

Baumeister sagt, er sei die logische Wahl, wenn man nicht alles über den Haufen werfen wolle. Denn das will er, nun Sportdirektor und Trainer in Personalunion, nicht. „Natürlich hat jeder seine eigenen Vorstellungen. Aber ich werde jetzt nichts Gravierendes ändern“, erklärte Baumeister vor seiner vierten Amtszeit als Admira-Trainer.

Lob für Buric und Sturm

Mit Vorgänger Damir Buric sei er fachlich oft derselben Meinung gewesen. „Wir haben vieles ähnlich gesehen, hatten einen sehr guten Kontakt. Ich habe selten einen Trainer getroffen, der menschlich so top war“, streute Baumeister dem in der Vorwoche nach Greuther Fürth abgewanderten Kroaten Rosen. In der bisherigen Saison laufe für die Admira vieles nach Plan. „Wir sind da, wo wir hingehören, zwischen Rang sechs und acht.“

Tipico-Bundesliga, achte Runde

Samstag, Beginn 18.30 Uhr:

Admira - Sturm Graz

BSFZ-Arena, SR Grobelnik

Mögliche Aufstellungen:

Admira: Leitner - Zwierschitz, Wostry, Strauss, Ebner - Lackner, Toth - Sax, Knasmüllner, Jakolis - Grozurek

Sturm: Siebenhandl - Koch, Maresic, Lykogiannis - Hierländer, Jeggo, Zulj, Potzmann - Huspek, Alar, Röcher

Buric’ Nachlassverwalter will Baumeister aber nicht sein. „Grundsätzlich müssen wir uns im Defensivverhalten noch verbessern. Ich möchte mehr Balance ins Spiel bringen, phasenweise wollen wir schneller von hinten rausspielen.“ Geht es nach der Austria-Legende, soll das bereits gegen Sturm gelingen, wo Baumeister eine „wie in den letzten Jahren enge Geschichte“ erwartet.

Von seiner Mannschaft forderte er, insbesondere in Ballbesitz hellwach zu sein. „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht im eigenen Stadion ausgekontert werden. Den Gegner kommen lassen, schnell umschalten, das beherrschen sie perfekt“, warnte Baumeister und lobte die steirische Einkaufspolitik. „Sie haben wirklich gut eingekauft. Und der ein oder andere, wie Peter Zulj oder Thorsten Röcher, spielen bis jetzt eine hervorragende Meisterschaft.“

Foda richtet Blick nach vorn

Die glänzende Grazer Bundesliga-Saison bekam zuletzt bei der 1:2-Niederlage beim LASK den ersten Kratzer. Die Spieler waren danach hart mit sich selbst ins Gericht gegangen. „Es ist gut, wenn die Spieler selbstkritisch sind, aber man muss dann auch wieder positiv nach vorne schauen“, sagte Trainer Franco Foda am Freitag. „Auf der anderen Seite war es so, dass wir vor allem in der zweiten Hälfte besser waren. Aber im Fußball gewinnt nicht immer die bessere Mannschaft.“

Nach dem Trainerwechsel erwartet Foda bei der Admira keine großen Umstellungen. „Sie haben den Trainer nicht wegen Misserfolgs gewechselt. Baumeister kennt den Verein, er kennt die Spieler. Ich gehe davon aus, dass sich dort nicht so viel verändern wird.“ Verteidiger Fabian Koch warnte vor dem Umschaltspiel der Niederösterreicher. „Sie werden auf Konter warten. Die werden wir nicht zulassen“, sagte Koch. Und Foda tönte selbstbewusst: „Es gab bis jetzt noch keine Mannschaft, die uns wirklich ausspielen konnte.“

In den vier Auswärtsspielen kassierte der Spitzenreiter sieben Gegentore. „Zu null wäre nicht schlecht. Dann hätten wir zumindest mal einen Punkt. Letztendlich ist mir das aber egal, wenn wir gewinnen“, meinte Foda. Hält das Gesetz der Serie an, wird es in Maria Enzersdorf einen Sieger geben. In den vergangenen 28 Bundesliga-Partien spielten die Grazer nie remis.

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