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„Die nüchterne Statistik der Ergebnisse“

Die Ära von Marcel Koller als Teamchef des österreichischen Nationalteams wird nach der WM-Qualifikation zu Ende gehen. Wie ÖFB-Boss Leo Windtner am Freitag mitteilte, wird der Verband den am Ende des Jahres auslaufenden Vertrag mit dem Schweizer nicht verlängern. Koller wird das ÖFB-Team damit noch in den Spielen am 6. Oktober in Wien gegen Serbien und am 9. Oktober gegen Moldawien in Chisinau betreuen.

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„Es war eine intensive Sitzung. Das ÖFB-Präsidium hat mehrheitlich entschieden, dass der Vertrag mit Marcel Koller bis 31. Dezember laufen wird und dann beendet wird. Eine Verlängerung seitens des ÖFB wird nicht mehr angestrebt. Marcel Koller ist für die gute Arbeit zu danken. Er hat gut gearbeitet, das wurde allgemein auch so bestätigt“, erklärte Windtner in einer Pressekonferenz in Gmunden.

ÖFB-Präsident Leo Windtner

GEPA/Mathias Mandl

ÖFB-Präsident Leo Windtner ist auf der Suche nach einem neuen Teamchef

Koller, der seit November 2011 im Amt ist, wurden die schlechten Ergebnisse nach der erfolgreichen EM-Qualifikation, die noch ungeschlagen absolviert wurde, zum Verhängnis. „Es ist die nüchterne Statistik der Ergebnisse der letzten 18 Spiele, in denen wir nur vier gewonnen haben. Wie in einem Wirtschaftsbetrieb zählt auch im Sport am Ende des Jahres das Ergebnis. Dieses ist letztlich ausschlaggebend über Erfolg und Misserfolg in diesem Fall einer zu Ende gehenden Ära“, erklärte Windtner.

Über Nachfolger soll zeitnah entschieden werden

Eine vorzeitige Auflösung des Vertrages sei kein gangbarer Weg gewesen. Koller wollte das nicht, der Trainer hätte sich sogar für eine Verlängerung erwärmen können, wofür es aber keine Mehrheit gab. Windtner selbst „war grundsätzlich offen in dieser Frage“.

Über einen möglichen Nachfolger wurde noch nichts entschieden. Solange Koller noch im Amt bleibt, wird parallel dazu ein Nachfolger für den Schweizer gesucht. „Es ist ein neues Anforderungsprofil für einen zukünftigen Teamchef zu erarbeiten. Es wird eine zeitnahe Präsidiumssitzung geben, wo die weiteren Schritte der Teamchefsuche abgesteckt werden“, erklärte Windtner.

Die Suche nach einem neuen Teamchef obliegt Sportdirektor Willi Ruttensteiner. „Aufgrund der verschlechterten sportlichen Situation hat nun der Sportdirektor den Auftrag, eine fundierte Analyse zu liefern, wie der Turnaround geschafft werden kann. Es muss analysiert werden, woran es liegt, warum wir nach einer sensationellen EM-Qualifikation in eine Situation gekommen sind, in der wir wieder auf Rang 57 im FIFA-Ranking stehen“, sagte Windtner.

Trainer mit Ablaufdatum ist kein Problem

Wann das Präsidium wieder zusammentritt, stehe noch nicht fest, sagte Windtner. Wahrscheinlich ist ein Termin nach der WM-Quali. Laut Windtner ist es kein Problem, dass Koller dabei sozusagen schon mit einem Ablaufdatum versehen sein wird. Internationale Beispiele wie Jupp Heynckes oder Josep Guardiola hätten das bewiesen. „Es ist nicht das erste Mal, dass ein Trainervertrag nicht verlängert wird, und es sind noch einige Matches zu absolvieren.“

Im November ist ein Trainingslager mit anschließendem Testspiel am 14. November geplant. Der Gegner wurde noch nicht festgelegt. Ob Koller den Lehrgang leiten wird, steht ebenfalls in den Sternen. Windtner ließ zumindest anklingen, dass es eine Art „Zwischenlösung“ geben könnte. Mit Koller, den er nach der Sitzung persönlich informierte, habe er darüber noch nicht gesprochen.

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