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Rumänien im Doppel erfolgreich

Aus dem vorzeitigen Sieg und damit Klassenerhalt in der Europa-Afrika-Zone I ist am Samstag für Österreichs Davis-Cup-Team nichts geworden. Philipp Oswald und Dominic Thiem unterlagen in Wels US-Open-Doppelsieger Horia Tecau und Nicolae Frunza nach drei Stunden mit 6:7 (1/7) 2:6 7:6 (7/5) 3:6. Die ÖTV-Equipe führt damit vor dem Schlusstag nur noch mit 2:1.

Damit hatte der Weltranglistensiebente Thiem am Sonntag die nächste Chance, den dritten Punkt für Österreich zu holen. Er trifft im ersten Einzel dabei allerdings nicht auf die rumänische Nummer eins, Dragos Dima (ATP-489.), sondern auf Frunza. Danach ist die Partie Gerald Melzer gegen den Weltranglisten-707. Bogdan Borza angesetzt.

Horia Tecau und Nicolae Frunza, beide Rumänien

APA/EXPA/Sebastian Pucher

US-Open-Sieger Tecau und Frunza präsentierten sich im Doppel zu stark

Niederlage im Doppel abgehakt

Die Niederlage im Doppel sei jedenfalls schon einmal abgehakt. Nach fast drei Stunden hatten Frunza/Tecau vor immerhin auch 2.600 Zuschauern trotz kühler Bedingungen den ersten Punkt der Gäste geholt. Und es soll nach Möglichkeit der einzige Rumäniens auf der Anlage des UTC Wels bleiben. „Es war wie erwartet das schwere Match. Das einzige ein bisserl Überraschende war, dass der Partner von Tecau echt ganz gut gespielt hat“, meinte Thiem.

Davis-Cup: Rumänen verkürzen auf 2:1

Österreichs Davis-Cup-Team muss noch um den Klassenerhalt in der Europa/Afrika- Zone I bangen. Nach den klaren Einzel-Siegen von Gerald Melzer und Dominic Thiem verloren Thiem und Philipp Oswald im Doppel.

„Wir haben uns gut zurückgefightet, dann habe ich am Anfang vom vierten Satz ein deppertes Break bekommen, und dem sind wir dann nachgelaufen. Im Endeffekt geht die Niederlage in Ordnung.“ Vier vergebene Breakbälle im ersten Satz und ein verlorenes Tiebreak zum Auftakt waren auch für Thiems Partner und Doppel-Spezialist Oswald der Schlüssel. „Der Frunza hat extrem gut auch von hinten gezogen. Der erste Satz war sicher der Key. Gefühlt waren wir nach dem ersten Satz halt die ganze Zeit hinten“, sagte der Vorarlberger.

„Ein bisschen die Luft draußen“

Als die Österreicher nach zwei Breaks im zweiten Durchgang rasch mit 0:3 in Rückstand gerieten, schien es gar auf eine glatte Niederlage hinauszulaufen. Mit 2:6 war der zweite Satz schnell verloren. Thiem: „Da war ein bisschen die Luft draußen, das hätte nicht passieren dürfen.“ Aber im dritten bäumten sich Oswald/Thiem trotz eines 3:5-Rückstands auf, kämpften sich ins Tiebreak und schafften unter dem Jubel des Publikums den Satzgewinn. Dann kam das von Thiem angesprochene frühe Break gegen sein Service.

Er selbst sieht sich nicht als geborenen Doppel-Spieler. „Ich will natürlich gut Doppel spielen, vor allem im Davis-Cup ist der Siegeswille voll da. Sonst ist das Doppel eher zu Trainingszwecken, so soll es auch bleiben.“ Also eine Zielsetzung, Ähnliches wie einst Jürgen Melzer zu erreichen (Top Ten im Einzel und Doppel), hat Thiem nicht. „Wenn man heuer neun Erstrunden-Niederlagen in Folge hat, dann sieht man es auch irgendwann ein, dass man es nicht besser kann. Die Hoffnung gebe ich langsam auf, dass ich noch ein Doppel-Spieler werde“, so Thiem.

Koubek sorgt sich um das Wetter

Davis-Cup-Kapitän Stefan Koubek macht sich wegen der Wettervorhersagen noch eher Sorgen, als um den siegreichen Ausgang des Länderkampfs. „Man muss einmal abwarten, vielleicht fängt es gar nicht zu regnen an. Diese Wetter-Apps sagen viel, aber auch nicht alles. Wenn wir Glück haben, können wir hier noch fertigspielen.“ Für den Fall der Fälle wäre ein Ausweichen auf Montag und eine Fortsetzung in einer Sand-Halle in Traun im Notfallsplan vorgesehen.

„Ich hoffe, dass wir morgen dieses (Zeit-)Loch finden. Dominic weiß, dass er haushoher Favorit ist.“ Und Thiem, bei den French Open im Vorjahr vom Regen leidgeprüft, ergänzte: „Wenn es nicht schüttet, kann man eh auch ein bisserl im Nieselregen spielen.“

Davis-Cup, Europa-Afrika-Zone I, Play-off

Wels (Sand, Freiluft):
Österreich Rumänien 4:1
Gerald Melzer Dragos Dima 6:1 6:1 3:6 6:1
Dominic Thiem Bogdan Borza 6:2 6:2 6:4
Philipp Oswald / Dominic Thiem Nicolae Frunza / Horia Tecau 6:7 (1/7) 2:6 7:6 (7/5) 3:6
Dominic Thiem Nicolae Frunza 7:6 (7/2) 7:6 (7/3) 6:3
Gerald Melzer Bogdan Borza 6:1 7:5

Davis-Cup-Weltgruppe, Semifinale

Brüssel (Sand, Halle):
Belgien Australien 3:2
David Goffin John Millman 6:7 (4/7) 6:4 6:3 7:5
Steve Darcis Nick Kyrgios 3:6 6:3 7:6 (7/5) 1:6 2:6
Ruben Bemelmans / Arthur de Greef John Peers / Jordan Thompson 3:6 4:6 0:6
David Goffin Nick Kyrgios 6:7 (4/7) 6:4 6:4 6:4
Steve Darcis Jordan Thompson 6:4 7:5 6:2
Lille (Sand, Freiluft):
Frankreich Serbien 3:1
Lucas Pouille Dusan Lajovic 1:6 6:3 6:7 (7/9) 6:7 (5/7)
Jo-Wilfried Tsonga Laslo Djere 7:6 (7/2) 6:3 6:3
Pierre-Hugues Herbert / Nicolas Mahut Filip Krajinovic / Nenad Zimonjic 6:1 6:2 7:6 (7/3)
Jo-Wilfried Tsonga Dusan Lajovic 2:6 6:2 7:6 (7/5) 6:2
Lucas Pouille Laslo Djere abgesagt
Finale: 24. bis 26. November

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