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Cavaliers starten mit Sieg

Die Golden State Warriors sind am Dienstag (Ortszeit) mit einer knappen Niederlage in die neue Saison der National Basketball Association (NBA) gestartet. Der Titelverteidiger musste sich den Houston Rockets vor heimischem Publikum mit 121:122 (71:62) geschlagen geben. Einen erfolgreichen Start legten indes die Cleveland Cavaliers hin. Der Vizemeister rang die Boston Celtics mit 102:99 (54:38) nieder.

Beim mit Hochspannung erwarteten ersten Auftritt der Warriors entwickelte sich ein Krimi bis zur letzten Sekunde. Nach ausgeglichenem Beginn zog der Meister angeführt von Superstar Stephen Curry (22 Punkte, fünf Rebounds) bis zur Halbzeit davon und lag nach zwei Vierteln schon mit neun Punkten voran. Die Rockets bliesen danach aber zur Aufholjagd und kamen dank James Harden, mit 27 Punkten, sechs Rebounds und zehn Assists auch der Topscorer der Partie, immer näher heran.

Siegeswurf von Durant kommt zu spät

44 Sekunden vor dem Ende gingen die Gäste aus Houston nach zwei verwandelten Freiwürfen von PJ Tucker auch mit 122:121 in Führung und verteidigten den knappen Vorsprung über die Zeit. Besonders bitter für die Warriors: Kurz vor Schluss scheiterte Curry bei einem Dreipunkteversuch. Den Rebound sicherte sich Kevin Durant (20 Punkte, fünf Rebounds), und der Forward traf zum vermeintlichen Last-Minute-Sieg.

Während die Spieler und die 19.600 Zuschauer in der Oracle Arena in Oakland bereits zum kollektiven Jubel ansetzten, kam allerdings noch die Ernüchterung. Der Ball hatte die Wurfhand von Durant nämlich um den Bruchteil einer Sekunde zu spät verlassen, weshalb die beiden Punkte nicht mehr zählten.

„Ich habe an meine Chance geglaubt, wusste aber, dass ich vielleicht ein bisschen zu spät dran war“, sagte Durant, der nach dem verpatzten Auftakt mit seinen Mitspielern enttäuscht in die Kabinen schlich. „Das ist natürlich eine bittere Niederlage, aber es war erst das erste von 82 Spielen. Wir müssen einfach weitermachen und besser werden.“

Hayward bei Celtics-Debüt schwer verletzt

Überschattet wurde der Saisonauftakt von einer schweren Verletzung von Gordon Hayward von den Boston Celtics. Der Star-Forward, im Sommer von den Utah Jazz zum Rekordmeister gewechselt, zog sich bei seinem Celtics-Debüt bereits nach etwas mehr als fünf Minuten einen Knöchelbruch zu. Der Schlager der Eastern Conference bei den Cleveland Cavaliers ging zudem mit 99:102 verloren.

Hayward ging nach einem Luftduell mit Cavs-Superstar LeBron James zu Boden, Spieler und Zuschauer in Cleveland hielten für einige Zeit inne. James führte sein Team mit 29 Punkten, 13 davon im Schlussviertel, an. Der 32-Jährige, der vor dem Spiel selbst mit leichten Knöchelproblemen zu kämpfen hatte, kam zudem auf 16 Rebounds und neun Assists.

Spielmacher Kyrie Irving, der Cleveland im Sommer in Richtung Boston verlassen hatte, traf den letzten Dreier zum möglichen Ausgleich nicht. Der 25-Jährige verbuchte gegen sein Ex-Team 22 Zähler - und verabschiedete sich nach dem Spiel herzlich von James.

Schlägerei im Bulls-Training

Weniger herzlich ging es im Training der Chicago Bulls, am Donnerstag Auftaktgegner von Jakob Pöltls Toronto Raptors, zu. Nikola Mirotic erlitt bei einer Schlägerei mit seinem Teamkollegen Bobby Portis einen Kieferbruch und eine Gehirnerschütterung. Der spanisch-montenegrinische Doppelstaatsbürger muss wahrscheinlich operiert werden, die Bulls erwägen disziplinäre Maßnahmen.

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