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Duell der Ungeschlagenen

Bei SSC Napoli träumt man vom ersten Meistertitel seit 1990. Schließlich glückten den Süditalienern in den ersten acht Spielen der Serie A ebenso viele Siege. Gegen Verfolger Inter Mailand soll die Serie am Samstagabend fortgesetzt werden. Die Norditaliener sind aber - als einziges Team neben den Neapolitanern - ebenfalls noch ungeschlagen.

Inter-Trainer Luciano Spalletti geht daher mit reichlich Respekt in das Topspiel im Stadio San Paolo. „Napoli ist zu einem Aushängeschild für die Serie A geworden“, sagte der langjährige Roma-Trainer. „Sie arbeiten seit drei Jahren an ihrem Projekt und haben ein konstant hohes Niveau.“ Für seine Pläne mit Inter bedeute as aber nicht sehr viel. „Wir waren bis jetzt meiner Meinung nach sehr gut, manchmal sogar ausgezeichnet.“

Während die „Nerazzurri“ in Neapel wieder auf Regisseur Joao Mario nach überstandener Halsentzündung zurückgreifen können, droht Napoli ein schmerzhafter Verlust: Topangreifer Lorenzo Insigne (drei Tore, vier Assists in acht Serie-A-Spielen) laboriert an einer hartnäckigen Muskelverhärtung und könnte die Partie verpassen. Weil auch der polnische Torjäger Arkadiusz Milik mit einem Kreuzbandriss langfristig nicht zur Verfügung steht, wäre mit Dries Mertens nur ein einsatzfähiger Mittelstürmer zur Verfügung.

Luciano Spalletti

APA/AFP/Miguel Medina

Inter-Trainer Spalletti schätzt sein Team als „sehr gut, manchmal sogar ausgezeichnet“ ein

Napoli für Guardiola Meisterschaftskandidat

Entsprechend optimistisch geht Inter-Mittelfeldspieler Borja Valero in die Partie. „Wir sind bereit, sie zu überholen“, so der 32-jährige Spanier. „Sie spielen schnell und flüssig und offensiv. Ihre Spiele anzusehen macht Spaß“, so Valero über den Gegner - und dennoch: „Das Spiel gegen Manchester City (1:2; Anmerkung) hat uns gezeigt, dass Napoli nicht unschlagbar ist. Jetzt liegt es an uns, die sich uns bietenden Möglichkeiten zu nutzen.“

Manchester-City-Coach Josep Guardiola sieht trotz des Sieges seiner „Citizens“ Napoli als Team der Stunde. „Sie sind gerade definitv eines der besten Teams in Europa. Sie haben Spieler, die den Ball großartig laufen lassen - und gefährliche Steilpässe spielen können. In meiner Trainerlaufbahn bin ich selten auf eine solch starke Mannschaft getroffen“, erklärte der Katalane, der zudem einen Expertentipp abgab: „Wenn sie frei von Verletzungen bleiben, dann können sie in dieser Saison alles erreichen.“

Italienische Serie A

38. Runde

Samstag, 19. Mai:
Juventus Turin Hellas Verona 2:1
Sonntag, 20. Mai:
FC Genoa Torino 1:2
Napoli Crotone 2:1
AC Milan Fiorentina 5:1
Cagliari Atalanta 1:0
Ferrara Sampdoria Genua 3:1
Udinese Bologna 1:0
Chievo Verona Benevento 1:0
Lazio Rom Inter Mailand 2:3
Sassuolo AS Roma 0:1

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