Clubturnier soll aufgewertet werden
Deutschland könnte nach seinem Triumph 2017 schon bald der letzte Sieger des Confederations Cup sein. Zumindest wenn es nach den Plänen von Gianni Infantino, dem Präsidenten des Fußballweltverbandes (FIFA), geht. Der Schweizer will die Clubweltmeisterschaft aufwerten - auf Kosten der bei den Fans und Medien nur mäßig beliebten WM-Generalprobe.
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Seit 2001 wird der 1992 erstmals ausgetragene Confed-Cup mit Vertretern aller acht FIFA-Konföderationen als Generalprobe für eine WM-Endrunde ausgespielt. Heuer holte sich Weltmeister Deutschland beim Turnier im Land des nächstjährigen WM-Gastgebers Russland den Titel. Infantino möchte den Bewerb über kurz oder lang für eine aufgewertete Club-WM opfern. „Wir müssen schauen, dass wir etwas Neues finden, dass dem Clubfußball und den Konföderationen hilft“, so Infantino am Freitag.
„Sollte etwas Spezielles sein“
Seit 2005 veranstaltet die FIFA zwar jährlich eine Clubweltmeisterschaft mit den sieben Siegern der kontinentalen Bewerbe wie der europäischen Champions League oder der südamerikanischen Copa Libertadores sowie einem Verein des Gastgeberlandes. Doch so ganz schlug der Nachfolger des ehemaligen, von 1960 bis 2004 ausgespielten Weltpokals nicht ein. „Die aktuelle Club-WM ist zwar nett, hatte bisher aber nicht die erhoffte Wirkung auf die Entwicklung des Fußballs“, sagte Infantino am Rande der FIFA-Sitzung im indischen Kolkata.

APA/AFP/Dibyangshu Sarkar
Infantino ist mit der aktuellen Club-WM nicht wirklich glücklich
Ein Schnellschuss soll die Aktion allerdings nicht werden. „Wenn die FIFA einen Wettbewerb veranstaltet, sollte es etwas Spezielles sein, sonst lassen wir es besser bleiben“, sagte der oberste Fußballfunktionär. Auf keinen Fall will Infantino aber für zusätzliche Belastung für die Spieler sorgen. „Es ist eine Option, das Clubturnier anstelle des Confed-Cups auszutragen“, umriss Infantino seine Pläne.
WM-Prämien werden erhöht
Neben der Diskussion über eine Abschaffung des Confed-Cups beschloss die FIFA bei ihrem Kongress in Kolkata auch eine Erhöhung des Preisgeldes für die kommende WM in Russland. Der Weltverband wird nach dem Beschluss des Councils am Freitag in Kolkata Prämien von insgesamt 400 Millionen Dollar (340 Mio. Euro) für die von 14. Juni bis 15. Juli 2018 ausgespielte Endrunde und damit um zwölf Prozent mehr als 2014 ausschütten. Der Weltmeister erhält ungerechnet 32,3 Millionen Euro.
Der unterlegene Finalist erhält 23,8 Millionen Euro als Trostpflaster. Die 16 Teams, die nach der Gruppenphase ausscheiden, bekommen eine Garantiesumme von 6,8 Millionen Euro. Der Achtelfinal-Einzug ist 7,6 Millionen wert, für das Viertelfinale gibt es 11,9 Millionen. Zusätzlich bekommt jeder Verband eines Teilnehmerlandes 1,28 Millionen Euro für die Vorbereitung auf die Endrunde.
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