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Foda-Freigabe „schweren Herzens“

Sturm Graz ist seit Montagabend offiziell auf Trainersuche. Mit der Bestellung von Franco Foda zum neuen Teamchef der österreichischen Nationalmannschaft beginnt für den Bundesliga-Spitzenreiter die Suche nach einem Nachfolger samt Assistenten. Zeit bleibt den Steirern allerdings, Foda wird ihnen bis Jahresende erhalten bleiben. Das war eine Bedingung Sturms.

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„Wenn der ÖFB und Franco Foda einen gemeinsamen Weg gehen wollen, dann ist das eine Entscheidung, die wir schweren Herzens zu respektieren haben, die vom SK Sturm aber weder gewünscht noch gewollt war. Franco Foda ist ein Stück Sturm Graz. Das ist auch der Grund, warum wir ihm keine Steine in den Weg legen wollten“, meinte Präsident Christian Jauk in einer Vereinsaussendung.

Franco Foda feiert mit seiner Mannschaft den Meistertitel

APA/Georg Hochmuth

2011 durfte Foda (Mitte) mit den Sturm-Spielern den Meistertitel bejubeln

Sturm trifft der bevorstehende Abgang des Trainers mitten in eine Herbstsaison, die bisher die beste Punkteausbeute der Clubgeschichte brachte. Mit Foda werden auch dessen Assistenten Thomas Kristl und Imre Szabics mit Jahresende zum ÖFB wechseln. Für das Länderspiel gegen Uruguay am 14. November in Wien ist Foda freigestellt, seine Arbeit in Graz auch während des Teamtrainingslagers ab 6. November in Marbella wird Kristl übernehmen.

Kreissl hat „drei bis vier Personen im Auge“

Sportchef Günter Kreissl hatte schon am Sonntag verlautbart, sich mit Gedanken für einen Foda-Nachfolger zu beschäftigen. „Ich habe drei bis vier Personen im Auge, die mich aufgrund ihres Lebenslaufs, ihrer Persönlichkeit und Erfolge interessieren. Es muss nicht jemand mit Sturm-Stallgeruch sein“, sagte Kreissl am Montagabend. 30 bis 40 Angebote von Trainern seien in den letzten Wochen eingelangt. „In der letzten Stunde wurden mir sieben vorgeschlagen.“ Es bleibe genug Zeit, Gespräche zu führen. Dennoch hielt Kreissl mit Blick auf die Bekanntgabe des neuen Coaches fest: „In zwei bis drei Wochen wäre es mir lieber als in sechs oder sieben.“

Foda habe sich die Chance auf das Teamchefamt jedenfalls redlich verdient. „Wir sind stolz, dass der Nationalteamtrainer von Sturm Graz kommt“, meinte der Sportchef. Ein funktionierendes Betreuerteam zu verlieren, sei dennoch nicht angenehm. „Der Preis für ein erfolgreiches Trainerteam ist nicht zu messen. Wir haben versucht, mit unseren Ablöseforderungen einen Kompromiss zu finden.“

Foda habe dem Verein signalisiert, die Chance beim ÖFB wahrnehmen zu wollen. Am Engagement des Trainers für die Ligaspiele bis zur Winterpause gibt es für Kreissl keinen Zweifel. „Wir haben noch Spitzenspiele in den nächsten Wochen gegen Rapid und Salzburg. Franco wird die Mannschaft optimal vorbereiten, und auch die Spieler werden alles tun, um den Erfolgslauf auszubauen.“

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