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Uruguay-Test und Ideenvermittlung

Österreichs neuer Teamchef Franco Foda hat die Nationalmannschaft am Montagabend in Marbella zum ersten Training unter seiner Leitung gebeten. Davor gab es bereits erste Gespräche mit den Spielern, in denen es auch - aber nicht nur - um das Testspiel am 14. November (20.45 Uhr, live in ORF eins) im Wiener Ernst-Happel-Stadion gegen Uruguay ging.

„Wir wollen dieses Match gewinnen und den Spielern unsere Idee vermitteln. Wichtig ist aber auch, dass wir uns kennenlernen, und der Spaß darf auch nicht zu kurz kommen“, sagte Foda nach der Ankunft im Trainingslager. Der 51-Jährige musste zuletzt einige Absagen hinnehmen - am Sonntag erklärte Martin Harnik seinen Rücktritt aus dem Team, am Montag gab auch noch David Alaba w. o. Foda telefonierte in diesem Zusammenhang mit Alaba und Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic.

Erstes Training mit Teamchef Foda

Nach der sechsjährigen Ära Marcel Koller fand am Montag das erste Training der Nationalelf mit Franco Foda in Marbella statt.

„David hat Muskelprobleme im linken Oberschenkel. Er wäre sehr gern gekommen, aber es würde keinen Sinn machen, wenn er in den Flieger steigt. Jetzt ist es wichtig, dass er sich auskuriert, ich sehe ihn dann im März“, meinte Foda im Hinblick auf die ersten Länderspiele des kommenden Jahres. Trotz der vielen Ausfälle hält der Teamchef große Stücke auf die aktuelle Auswahl. „Die Spieler, die hier sind, haben mein absolutes Vertrauen. Ich glaube auch, dass wir mit ihnen eine gute Leistung gegen Uruguay bringen werden.“

Neue Aufgabe mit neuen Rahmenbedingungen

Das erste Training, das ganz im Zeichen der Regeneration stand, absolvierte Foda mit 21 Spielern. Andreas Ulmer kann trotz seiner gegen St. Pölten erlittenen Verletzung beim Lehrgang mitwirken, kam aber ebenso mit Verspätung nach Marbella wie der für Alaba nachnominierte Stefan Schwab. Kapitän Julian Baumgartlinger absolvierte eine Regenerationseinheit außerhalb des Platzes. Für Foda beginnt nun die Umstellung von Clubtrainer auf Nationalteamcoach.

Franco Foda

APA/Robert Jaeger

Franco Foda geht es mit dem österreichischen Team an

„Man hat als Trainer weniger Zeit, aber auf der anderen Seite auch die besten Spieler des Landes zur Verfügung. Von daher sehe ich kein Problem“, sagte der Nachfolger von Marcel Koller. Der neue Nationaltrainer schwärmte aber nicht nur von seinen Spielern, sondern auch von den Gegebenheiten in Marbella. „Die Rahmenbedingungen sind optimal. Das Wetter, das Hotel, der Trainingsplatz, alles ist perfekt“, so Foda bei 20 Grad und Sonne.

Kainz und Arnautovic guter Dinge

Beim ersten Training wurde Foda, beobachtet vom neuen ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel, von seinen beiden Sturm-Graz-Assistenten Imre Szabics und Thomas Kristl unterstützt. Letzterer reist am Mittwoch wieder zu den „Blackys“ zurück. Im Training dabei war auch Florian Kainz, der unter Foda als 17-Jähriger sein Profidebüt für Sturm gegeben hatte. „Er hat mich damals ins kalte Wasser geworfen“, sagte der Bremen-Legionär. Der Steirer hat laut eigenen Angaben gute Erinnerungen an Foda.

Franco Foda, Peter Schöttel

APA/Robert Jaeger

ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel (r.) beobachtete die erste Einheit unter Foda

„Ich freue mich, dass er diesen Job bekommen hat. Er hat sich das auf jeden Fall verdient, weil er super Arbeit bei Sturm geleistet hat. Er kann gut mit den Jungen umgehen, ist ein akribischer Arbeiter und ein sehr variabler Trainer“, so Kainz. Noch keine Erfahrungen mit Foda hat Marko Arnautovic gesammelt. Nach dem ersten Kennenlernen berichtete der England-Legionär von einem „sehr guten Treffen“. „Aber wichtig ist nicht, was wir reden, sondern was wir auf dem Platz zeigen“, betonte der Wiener. Und ergänzte: „Er ist ein Trainer mit Qualität. Ich habe nur Gutes von ihm gehört.“

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