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„Jung, wild und hungrig“

Für Julian Baumgartlinger sind die ersten Eindrücke im Teamcamp unter dem neuen ÖFB-Teamchef Franco Foda sehr positiv gewesen. Im aktuellen Lehrgang gehe es „unkompliziert und entspannt“ zu, sagte der Leverkusen-Legionär am Dienstag in Marbella.

Der Aufenthalt in Andalusien vor dem Testspiel am 14. November in Wien gegen Uruguay sei ein „guter Neustart, wir haben Zeit, uns kennenzulernen. Wir sind an einem Punkt, wo wir uns komplett auf das Sportliche konzentrieren können. Das ist genau das, was wir wollten.“

Julian Baumgartlinger

APA/Robert Jaeger

Baumgartlinger genießt die Arbeit im Teamcamp

Diese Voraussetzungen sind auch wichtig, um auf die vielen Änderungen im Kader reagieren zu können. „Der Umbruch ist schon ein paar Monate vorher passiert. Dass er jetzt so extrem ist, hängt zum Teil auch mit Verletzungen zusammen“, sagte Baumgartlinger.

„Die positiven neuen Dinge aufsaugen“

Die Personalrochaden bewertete der 29-Jährige, der noch an einer Hüftprellung laboriert und deswegen erst am Mittwoch voll ins Training einsteigen dürfte, grundsätzlich positiv. „Alle sind jung, wild und hungrig. Es freut mich sehr, dass wir so einen guten Kader beisammenhaben.“ Allerdings dauere es jetzt auch eine gewisse Zeit, bis eine neue Hierarchie hergestellt sei.

Im Gegensatz zu den nur unwesentlich älteren Zlatko Junuzovic und Martin Harnik kommt für Baumgartlinger ein Rücktritt aus dem Nationalteam nicht infrage - der Deutschland-Legionär stellt sich lieber auf die durch Trainer- und Spielerwechsel entstandene neue Rahmenbedingungen ein. „Die beste Herangehensweise ist, offen alles aufzunehmen und die positiven neuen Dinge aufzusaugen.“

Schöpf meldet sich zurück

Wie Baumgartlinger zählt Alessandro Schöpf zu jenen sieben verbliebenen Mitgliedern des ÖFB-Kaders, die bei der EM 2016 dabei waren. Für den Tiroler ist die Teilnahme am aktuellen Lehrgang ein Comeback - der Offensivspieler hatte wegen eines im April erlittenen Kreuzbandanrisses monatelang pausieren müssen. Nun kehrte Schöpf voller Tatendrang zum Nationalteam zurück. „Für mich ist es jetzt wichtig, dass ich aus jedem Training einen Schritt nach vorne machen kann.“

Franco Foda (AUT) und Alessandro Schoepf (AUT).

GEPA/Christian Ort

Schöpf könnte unter Foda zum Stammspieler werden

Der Schalke-Legionär könnte ein Profiteur der jüngsten Rücktritte sein, immerhin spielten Junuzovic und Harnik auf Positionen, die auch Schöpf liegen. „Es ist schade, dass diese zwei super Fußballer und Menschen nicht mehr bei der Nationalmannschaft sind. Aber wie dann aufgestellt wird, entscheidet der Trainer“, erklärte der 23-Jährige.

Foda hatte schon lange vor seiner Beförderung zum Teamchef große Stücke auf Schöpf gehalten - er wollte ihn sowohl zu Sturm Graz als auch zu Kaiserslautern lotsen, was jedoch aus finanziellen Gründen scheiterte. „Seine Qualität ist so gut, dass ich ihn nicht bekommen habe“, erzählte Foda.

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