Themenüberblick

Lindner zuversichtlich

Durch den Teamchefwechsel von Marcel Koller zu Franco Foda werden die Karten in der Einserfrage auf der Tormannposition wieder neu gemischt. Nach der Verletzung von Robert Almer und dem Rücktritt von Ramazan Özcan fungierte Heinz Lindner zuletzt als Stammgoalie der österreichischen Fußballnationalmannschaft, dieser Status ist nun aber in Gefahr.

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Foda wollte sich vor seinem Debüt am Dienstag (20.45 Uhr, live in ORF eins) im Ernst-Happel-Stadion in Wien gegen Uruguay gegenüber Ö3 nicht auf einen Einsertorhüter festlegen, was Lindner mit Fassung trug. „Ich habe im Training alles gegeben, mir in der Vergangenheit nichts zuschulden kommen lassen - aber wer spielt, entscheidet der Trainer“, sagte der Oberösterreicher am Sonntag nach dem letzten Training im Rahmen des ÖFB-Camps in Marbella.

ÖFB-Torhüter Heinz Lindner, Jörg Siebenhandl

GEPA/Christian Ort

Heinz Lindner, Jörg Siebenhandl und Pavao Pervan (von links) in Marbella

Vorerst heißen Lindners Konkurrenten um den Platz in der Startformation des Nationalteams Pavao Pervan (LASK) und Jörg Siebenhandl (Sturm Graz). „Es gibt einen sehr guten Konkurrenzkampf, der belebt auch und bringt uns zu Höchstleistungen“, betonte Lindner. Sowohl Pavao als auch Siebenhandl seien starke Schlussmänner. „Beide sind qualitativ sehr gute Torhüter“, betonte der Grasshoppers-Legionär.

Torhüterfrage beschäftigt Foda

Bei Franco Foda wächst die Vorfreude auf seine Länderspielpremiere gegen Uruguay. In seiner Aufstellung ist auch die Torhüterfrage offen: Heinz Lindner oder Jörg Siebenhandl.

Noch keine Einzelgespräche mit Goalies

Keiner aus dem Goalie-Trio führte bisher ein Einzelgespräch mit Foda. „Wir haben mit Tormanntrainer Klaus Lindenberger einen zweiten Ansprechpartner, dementsprechend war der Teamchef mehr auf die Feldspieler konzentriert“, meinte Lindner. Die ersten Eindrücke von Foda waren laut Lindner positiv. „Er ist ein Mann, der Ahnung hat, und ein Trainer, der Erfahrung und einen Plan hat, den er zielstrebig verfolgt. Jeder ist mit seiner Spielidee d’accord.“

Foda vermittelte den Spielern in den vergangenen Tagen nicht nur seine Philosophie, sondern ließ sie unter der andalusischen Sonne auch ordentlich schwitzen. „Die Trainings waren sehr anstrengend und intensiv, aber jeder hat 100 Prozent gegeben“, berichtete Lindner. Sein Resümee des Marbella-Aufenthalts fiel rundum positiv aus. „Es war eine super Woche im Training und außerhalb. Die Bedingungen und das Wetter waren perfekt. Jetzt kommen wir gestärkt nach Österreich zurück“, so Lindner.

Link: