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„Herausforderung, den Wind zu drehen“

Nach der Länderspielpause ist vor der nächsten Ligarunde. Am Freitag nimmt die deutsche Bundesliga mit dem Duell VfB Stuttgart gegen Borussia Dortmund wieder Fahrt auf. Vor allem bei den Dortmundern gab es in der Pause viel zu besprechen. Denn in den vier Spielen davor blieb die Borussia sieglos und verlor den Anschluss an die Tabellenspitze.

Ein Sieg beim Aufsteiger aus Stuttgart soll nun helfen, das herbstliche Stimmungstief in Gelb-schwarz zu vertreiben. Vier Ligaspiele in Serie ohne Sieg bescherten eine unliebsame öffentliche Diskussion über die offensive Spielphilosophie von Trainer Peter Bosz und die mangelnde Einsatzbereitschaft seiner Profis. Im letzten Spiel vor der Länderspielpause ging man zu Hause gegen Bayern München sang- und klanglos mit 0:3 unter.

Robert Lewandowski

APA/AP/Martin Meissner

Im jüngsten Ligaspiel waren die Dortmunder gegen Bayern nur Statisten

Bosz betont zuversichtlich

Der Niederländer verspürt erstmals seit seinem Amtsantritt im Sommer größeren Druck. „Wenn man nicht gewinnt, ist der Gegenwind da“, bekannte der Nachfolger von Thomas Tuchel. Trotz der angespannten Situation in Dortmund gab sich der Trainer vor dem Duell beim Aufsteiger betont zuversichtlich. „Es ist für mich eine Herausforderung, den Wind wieder zu drehen. Und ich bin mir sicher, dass das gelingt“, so Bosz.

Nach wochenlanger Tabellenführung findet sich der BVB derzeit nur noch auf Platz drei, sechs Punkte hinter Tabellenführer Bayern München. In den bevorstehenden Partien gegen den VfB, Tottenham Hotspur und Schalke soll nun der Umschwung gelingen. In Stuttgart nicht dabei ist allerdings Topstürmer Pierre-Emerick Aubameyang, der Torschützenkönig der vergangenen Saison.

Der 28-jährige Gabuner wurde aus disziplinären Gründen aus dem Kader gestrichen. Das teilte der BVB am Donnerstagabend über Twitter mit. Laut der „Bild“-Zeitung soll Aubameyang 20 Minuten zu spät zum Abschlusstraining gekommen sein. Der Stürmer sei schon häufiger unpünktlich gewesen, hieß es.

Stuttgart-Coach gegen Ex-Club

Einfach wird es für Dortmund nicht, erstmals seit dem 30. September wieder einen Bundesliga-Sieg zu feiern. Stuttgart ist heuer in 14 Partien daheim noch ungeschlagen. Vor allem für VfB-Trainer Hannes Wolf ist das Duell mit dem BVB ein besonderes. Der 36-Jährige verdiente sich seine Sporen als Coach als Jugendtrainer in Dortmund. „Meine Kinder wurden dort geboren. Dazu war ich sieben Jahre beim BVB, wo ich meine Ausbildung als Trainer machen durfte. Darum ist der Bezug zum Verein und der Stadt natürlich ganz besonders“, sagte Wolf in einem dpa-Interview.

Hannes Wolf

APA/AFP/Patrik Stollarz

Wolf will seinem ehemaligen Arbeitgeber ein Bein stellen

Seine persönlichen Beziehungen zur Stadt im Ruhrgebiet werden am Freitag aber ausgeblendet. Die Stuttgarter liegen nach elf Runden mit 13 Zählern auf dem zwölften Platz. Mit einem Sieg über Dortmund würden die Schwaben den Abstand zum Relegationsplatz und zu den Abstiegsrängen deutlich vergrößern. Daher stellt Wolf seine Truppe auch auf Sieg ein. „Das ist für uns ein wichtiges Spiel“, so der 36-Jährige.

Deutsche Bundesliga

Zwölfte Runde

Freitag, 17. November:
Stuttgart Dortmund 2:1
Samstag, 18. November:
Bayern München Augsburg 3:0
Leverkusen Leipzig 2:2
Mainz Köln 1:0
Hoffenheim Frankfurt 1:1
Wolfsburg Freiburg 3:1
Hertha BSC Mönchengladbach 2:4
Sonntag, 19. November:
Schalke Hamburger SV 2:0
Bremen Hannover 4:0

Tabelle

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