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Trophäen sollen es werden

Mäßige Runden im letzten Abschnitt sollen die Saisonbilanz von Bernd Wiesberger nicht trüben. Der Burgenländer orientiert sich in der Weltrangliste als aktuell 38. und in der Saisonwertung der Europa-Tour als 14. nach oben. „Ich möchte 2018 die eine oder andere Trophäe mit nach Hause nehmen“, sagte Wiesberger am Wochenende im Rahmen einer Pressekonferenz. Auch der Ryder Cup in Paris ist für ihn natürlich ein großes Thema.

Die abgelaufene Saison sei eine erfolgreiche gewesen, betonte der Gewinner des Shenzhen International bei der Vertragsverlängerung als Markenbotschafter einer heimischen Großbank in Wien. „In den letzten paar Monaten war die Konstanz über vier Runden nicht ganz da“, meinte Wiesberger. Zuvor hatte er zwölf Monate lang stets den Cut geschafft, im US-PGA-Championship Mitte August riss diese Serie. Im Finish der langen Saison habe auch die mentale Frische etwas gefehlt, gab der 32-Jährige zu.

2018 will Wiesberger gleich einen guten Start hinlegen. „Im Frühjahr will ich wieder in den Sphären sein, in denen ich mich sehe.“ Der Auftakt erfolgt mit dem Teambewerb EurAsia Cup, bei dem eine Auswahl aus Asien auf eine Auswahl aus Europa triff, danach folgen Abu Dhabi, Dubai und Malaysia. Die weiteren Einsätze stehen noch nicht fest. Wiesberger, der auch Spielervertreter ist, gab jedenfalls ein Bekenntnis zur Europa-Tour ab. Diese wurde 2017 durch Einführung der hochdotierten Rolex-Serie aufgewertet. Einsätze in den USA hat er nur im Vorfeld der dortigen Major-Turniere geplant.

Leistungssteigerung notwendig

Topplatzierungen und damit verbundene Punkte sind auch für die Nominierung für den Ryder Cup, den Team-Vergleich der besten Golfer Amerikas und Europas, wichtig. Die meisten werden bei den vier Major-Turnieren, in der WGC- und der Rolex-Serie vergeben. Die kommende Auflage des Kontinentvergleichs steigt im September in Paris. An diesem Schauplatz hat der Oberwarter 2015 die Open de France und seinen bisher bedeutendsten von fünf Titeln gewonnen.

„Wenn ich mich qualifizieren will, wird ein Leistungssprung wichtig sein, um so viele Punkte wie möglich zu bekommen“, sagte Wiesberger. Der 32-Jährige ist Turnierbotschafter der Lyoness Open in Atzenbrugg, dem einzigen heimischen Turnier der Europa-Tour. Dort hat er zuletzt in der Woche vor den US Open immer gespielt. „Zum jetzigen Zeitpunkt plane ich mit Atzenbrugg“, so Wiesberger. Es sei aber noch lange bis zum Turnier im Juni 2018 und in dieser Phase fänden große Turniere statt, schränkte der Gewinner von 2012 ein.

2018 wird Matthias Schwab nach geschaffter Qualifikation als zweiter Österreicher auf der Tour spielen - als Absolvent der Tour School allerdings mit geringeren Startmöglichkeiten als der in den Top 50 der Weltrangliste platzierte Wiesberger. Beim Turnier in Dubai, für das der Steirer eine Einladung bekam, werden sich die Wege kreuzen. „Wir sind alle begeistert über das Golf, das er spielen kann“, sagte Wiesberger über seinen 22-jährigen Landsmann.

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