Vienna muss nach OGH-Urteil in fünfte Liga absteigen

Der First Vienna FC 1894 wird nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofes (OGH) vom 15. November in die fünfthöchste Leistungsstufe zwangsrelegiert. Das gab Österreichs ältester Fußballclub am Dienstag bekannt. Die Vienna darf die Saison damit nicht in der Regionalliga Ost zu Ende spielen. Die dortige Teilnahme hatte der Verein auf juristischem Weg erzwungen.

„Wir nehmen die Entscheidung des OGH zur Kenntnis und werden die soeben zur Verfügung gestellte Begründung gemeinsam mit unseren Anwälten analysieren. Im Rahmen einer außerordentlichen Präsidiumssitzung werden wir die Auswirkungen diskutieren und zeitnah die erforderlichen Entscheidungen für unsere Strategien treffen“, sagte Vienna-Geschäftsführer Gerhard Krisch in einem Statement auf der Vereinswebsite.

ÖFB fühlt sich bestätigt

Der Österreichische Fußballbund (ÖFB) begrüßte das Urteil. „Der OGH hat erfreulicherweise die Rechtsansicht der Verbände bestätigt. Diese Entscheidung gewährleistet einen fairen Wettbewerb innerhalb einer Liga. Über die folgenden Schritte werden die zuständigen Gremien zeitnah beraten“, wurde ÖFB-Generalsekretär Thomas Hollerer am Dienstag in einer Verbandsmitteilung zitiert.

Die 1894 gegründete Vienna schlitterte Anfang des Jahres nach dem Tod von Geldgeber Martin Kristek in die Insolvenz. Der Sanierungsplan wurde Ende Mai angenommen, den damit laut ÖFB-Statuten verbundenen Zwangsabstieg in die Wiener Stadtliga wollte der Ostliga-Meister aber nicht hinnehmen. Im Juli brachte der Club einen Revisionsrekurs inklusive Antrag auf aufschiebende Wirkung erfolgreich ein. Die Regionalliga wurde mit 17 Teams gestartet.

Die Rückreihung in die zweite Landesliga in Wien erfolgte, da die Vienna dort den Platz ihrer zweiten Mannschaft einnimmt. Diese liegt aktuell auf dem achten Tabellenrang, 21 Punkte hinter Tabellenführer WAF Brigittenau.