„Bullen“ bereits elf Runden ungeschlagen
Meister Red Bull Salzburg hat den SV Mattersburg mit etwas Mühe 2:0 bezwungen. Dank zweier Tore im Finish holten die seit nunmehr elf Runden ungeschlagenen „Bullen“ wieder die Tabellenführung von Sturm Graz zurück. Die in den ersten 17 Runden herausgespielten 40 Punkte sind Clubrekord in der Red-Bull-Ära.
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In einem Match, das Salzburg auf nassem Rasen über weite Strecke zwar dominierte, ohne aber wirklich Torgefahr auszustrahlen, schloss Liga-Topscorer Munas Dabbur in der 87. Minute einen Konter mustergültig ab. Der in der 72. Minute eingewechselte Takumi Minamino sorgte in der Nachspielzeit noch für das 2:0.
Salzburg - Mattersburg 2:0 (0:0)
Tore: Dabbur (87.), Minamino (92.)
Mattersburg verkaufte sich zwar teuer und hatte in der ersten Hälfte sogar die besseren Chancen als der Meister, am Ende reichte es aber nicht für die Sensation. Für Salzburg war es der siebente Heimsieg in Folge gegen die Burgenländer, die sieben Punkte vor Schlusslicht SKN St. Pölten weiter Tabellenneunter sind.
Mattersburg klopft in erster Halbzeit mehrmals an
Salzburg brachte gleich zu Beginn die höhere individuelle Klasse zum Vorschein und versuchte, Mattersburg schnell müde zu spielen. Die erste Chance der Partie verzeichneten in Person von Jano (5.) trotzdem die Gäste. Den Kopfball des Spaniers in die Mitte des Tores nach Eckball von Manuel Seidl entschärfte Salzburg-Goalie Alexander Walke mühelos. In der 31. Minute verfehlte ein Weitschuss von Michael Perlak in einer guten Phase der Mattersburger das Ziel nur knapp. Auch beim Schuss von Seidl (44.) kurz vor der Pause fehlte nicht viel.

GEPA/Thomas Bachun
Dabbur erlöste die Hausherren erst spät
Erwähnenswert aus Salzburger Sicht war ein weiter Pass in den Strafraum, den sich Dabbur (34.) gekonnt herunternahm. Sein versuchter Heber über SVM-Goalie Markus Kuster wurde aber noch aus dem Gefahrenbereich geschlagen. Zuvor hatte Mattersburgs Kapitän Lukas Rath einen Stanglpass von Stefan Lainer im Strafraum nicht ungefährlich ans Außennetz geklärt. Sonst blieben die Hausherren vor 3.922 Zuschauern - noch kein Minusrekord für Salzburg-Heimspiele - zu oft spätestens im Strafraum hängen.
Salzburg erhöht Druck nach der Pause
Nach der Pause setzten sich die Salzburger häufiger in den entscheidenden Zweikämpfen durch und erhöhten den Druck. Analog zur ersten Hälfte schwächte sich der Angriffswirbel aber mit Fortdauer ab. Die Burgenländer verstanden es, die Räume eng zu machen. Cesar Ortiz, der den gesperrten Nedeljko Malic ersetzte, Thorsten Mahrer und Co. riegelten vor allem die Mitte ab. Aus der Distanz fehlte bei den Schüssen des Tabellenführers die Präzision.
Die beste Chance vergab zunächst der eingewechselte Hwang Hee Chan, der in der 75. Minute die Kniescheibe von Kuster traf. Mattersburg hatte selbst zu wenige Situationen im Angriffsdrittel, um vielleicht die Sensation schaffen zu können. Bei einem Abschluss von Alois Höller in der 76. Minute rettete die Salzburg-Defensive im Verbund.
Dabbur verwertet Querpass von Hwang
Als sich einige schon mit dem Remis abgefunden hatten, verwertete Dabbur einen Querpass von Hwang, den Minamino bedient hatte. Für den Israeli war es das zwölfte Saisontor. Es war praktisch der einzige Fehler, den sich Mattersburgs Hintermannschaft bis dahin erlaubt hatte. Drei Minuten später setzte Minamino selbst nach Vorlage von Reinhold Yabo den Schlussakkord.
Stimmen zum Spiel:
Marco Rose (Salzburg-Trainer): „Ein verdienter, hart erarbeiteter Sieg. Wir hätten früher ein Tor gebraucht, meine Jungs haben aber viel probiert und viel investiert. Sie haben nicht alles richtig gemacht gegen einen sehr kompakten Gegner, der engagiert gegen den Ball gearbeitet hat. Da waren wir nicht sauber genug, und es waren auch viele technische Fehler dabei. Es war ein zähes Spiel. Mattersburg war spät gefährlich im Umschaltspiel.“
Zum späten Tor: „Das spricht für die Mentalität und Qualität der Mannschaft, und vor allem haben auch die eingewechselten Spieler gestochen.“
Gerald Baumgartner (Mattersburg-Trainer): „Ich kann meiner Mannschaft nichts vorwerfen. Sie hat gefightet, die Räume eng gemacht, auch konnten wir die Salzburger von unserem Tor weghalten. Aber ein Fehler in Salzburg ist nun einmal einer zu viel, das bestrafen sie sofort. Und sie haben auch in der zweiten Hälfte viel Qualität hinzufügen können und bis zum Schluss alles versucht, um dieses Spiel zu gewinnen. Ich gehe davon aus, dass St. Pölten zukünftig nicht alles verlieren wird, aber wir werden am Ende sicher vor ihnen sein.“
Tipico-Bundesliga, 17. Runde
Mittwoch:
Salzburg - Mattersburg 2:0 (0:0)
Red Bull Arena, 3.922 Zuschauer, SR Harkam
Torfolge:
1:0 Dabbur (87.)
2:0 Minamino (92.)
Salzburg: Walke - Lainer, Miranda, Caleta-Car, Ulmer - X. Schlager - Haidara (82./Yabo), Rzatkowski, Va. Berisha (72./Minamino) - Gulbrandsen (61./Hwang), Dabbur
Mattersburg: Kuster - Höller, Ortiz, Mahrer, Rath (64./Lercher) - Jano, Seidl (80./Sittsam) - Okugawa, Perlak, Renner (66./Pink) - Prevljak
Gelbe Karten: Caleta-Car, Haidara bzw. Rath
Die Besten: Lainer, Minamino bzw. Ortiz, Seidl
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