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Eindrucksvolle Rückkehr

ÖSV-Superstar Marcel Hirscher hat völlig überraschend den Riesentorlauf in Beaver Creek gewonnen und damit seinen 46. Weltcup-Sieg gefeiert. Der sechsfache Weltcup-Gesamtsieger, der in der Vorbereitung auf die neue Saison durch einen Knöchelbruch gestoppt worden war, setzte sich am Sonntag 0,88 Sekunden vor dem Norweger Henrik Kristoffersen durch. Den dritten Platz holte der Deutsche Stefan Luitz.

Während der Halbzeitführende Luitz seinen ersten Weltcup-Sieg letztlich um 1,03 Sekunden verpasste, fuhr Hirscher, der als Dritter in die Entscheidung gestartet war, einen Traumlauf und ließ die Konkurrenz klar hinter sich. Zufrieden war auch sein Teamkollege Manuel Feller, der mit 1,04 Sekunden hinter dem Salzburger Vierter und damit zweitbester Österreicher wurde. Nur 0,01 Sekunden trennten Feller vom Podest.

Hirscher gewinnt Riesentorlauf

Marcel Hirscher feierte am Sonntag in Beaver Creek seinen 46. Weltcup-Sieg, den 23. im Riesentorlauf.

„Das ist für mich wie ein Wunder“, jubelte Hirscher, obwohl er im Fuß keine Schmerzen mehr verspürte. „Im zweiten Lauf habe ich brutal gepokert, ich bin einen Ski gefahren, den ich im Rennen noch nie verwendet hatte. Das macht man normal nicht, aber es hat sich ausgezahlt. Das ist echt mega, ich habe eine richtige Freude“, sagte er im ORF-Interview.

Intensive Arbeit zahlt sich aus

Hirscher verbuchte das erste RTL-Kräftemessen der Olympiasaison jedenfalls als Riesenerfolg. Trotz des Knöchelbruchs im August und wochenlanger Zwangspause, die ihn sowohl beim Training als auch beim Testen der neuen, etwas kürzeren Ski mit verringertem Kurvenradius ins Hintertreffen gebracht hatte, knüpfte der 28-jährige Weltmeister nahtlos an die großartigen Leistungen der vergangenen Saison an.

Marcel Hirscher

APA/AP/John Locher

Hirscher fügte seiner Erfolgsgeschichte ein weiteres Kapitel hinzu

Dem waren arbeitsreiche Stunden in Colorado in den letzten Tagen vorausgegangen. „Wir haben ordentlich Gas gegeben. Im Training sind meine Leistungen immer besser geworden. Aber wird sind erst am Beginn der Entwicklung - vor allem in Bezug auf die neuen Ski. Es ist noch viel möglich. Das Ergebnis macht jedenfalls Lust auf mehr“, sagte Hirscher im ORF-Interview. In der vergangenen Saison war Hirscher in acht Riesentorläufen bei vier Siegen nie schlechter als Zweiter gewesen.

Herren-RTL in Beaver Creek

  • 1. Marcel Hirscher (AUT)
  • 2. Henrik Kristoffersen (NOR)
  • 3. Stefan Luitz (GER)

Ligety meldet sich zurück

Mit Hirscher strahlte im Zielraum US-Star Ted Ligety, der sich nach langer Zwangspause infolge einer Rücken-OP auf seiner Lieblingsstrecke als Siebenter (1,36) zurückgemeldet hatte. Fünf der vergangenen acht Riesentorläufe in Beaver Creek hatte Ligety gewonnen, die drei anderen gingen auf Hirschers Konto (2011, 2015, 2017).

Die neue Saison könnte das alte RTL-Duell neu aufleben lassen - 24 RTL-Siege und damit noch einen mehr als Hirscher hat Ligety im Weltcup bisher verbucht. Der bis jetzt letzte datiert von Oktober 2015 beim Saisonauftakt in Sölden. Für Hirscher war der Erfolg in Beaver Creek saisonübergreifend der vierte in einem Riesentorlauf in Folge.

ÖSV-Trio ausgeschieden

Für die weiteren Österreicher ging es in Abwesenheit des am Knie blessierten Philipp Schörghofer nicht nach Wunsch. Marcel Mathis kam mit 4,66 Sekunden Rückstand über den 27. Platz nicht hinaus. Stefan Brennsteiner verpasste als 33. (2,32) knapp das Finale, Markus Walch als 40. klar. Vizeweltmeister Roland Leitinger, Matthias Mayer und Hannes Reichelt schieden im ersten Lauf aus.

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