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Der Weltcup hat Vorrang

Hochfilzen ist ab Freitag die zweite Station im Biathlon-Weltcup. Lokalmatadorin Lisa Theresa Hauser hat sich einen Top-15-Platz zum Ziel gesetzt. Als erste Rennen stehen die Sprints auf dem Programm, danach Verfolgung (Samstag) und Staffel (Sonntag).

Hauser führt in den Heimbewerben das ÖSV-Quartett mit Katharina Innerhofer, Christina Rieder und Dunja Zdouc an. Erklärtes Saisonziel Hausers ist der erste Podestplatz im Weltcup, die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang zählen nicht zu ihren großen Zielen. „Das ist mir nicht so wichtig“, sagte die Kitzbühelerin. Das habe aber nichts damit zu tun, dass sie beim jüngsten Großereignis, der Heim-WM im Februar in Hochfilzen, weit unter den hohen Erwartungen geblieben war.

Im Schießen ganz vorn dabei

Die größte Chance, in diesem Winter einen Stockerlplatz zu erreichen, sieht Hauser in den Bewerben mit viermaligem Schießen, also Verfolgung, Massenstart und Einzel-Bewerb. Sie gilt als sichere Schützin, bei der Junioren-WM 2013 war sie im Einzel-Bewerb Zweite hinter dem deutschen Topstar Laura Dahlmeier.

Läuferisch müsse sie sich im Vergleich zur Elite noch steigern, sagte die Tirolerin. „Aber für meine (wenigen, Anm.) Trainingsjahre ist es ganz gut“, so die 23-Jährige. Am Wochenende vor den eigenen Fans anzutreten sei ein schönes Gefühl. „Ich hatte in Hochfilzen schon gute Rennen. Dass wir den schwierigen Zulauf zum Schießstand die gesamte Vorbereitung trainieren können, ist sicher ein kleiner Vorteil.“

Dahlmeier freut sich schon

Die großen Favoritinnen kommen aus Deutschland. Neun Monate nach ihren fünf Goldmedaillen bei der WM ist Dahlmeier der große weibliche Star in Tirol. Nach verspätetem Einstieg wegen einer Erkältung trifft sie auf der zweiten Station unter anderem auf ihre Landsfrau, die zweifache Saisonsiegerin Denise Herrmann.

Laura Dahlmeier (GER)

GEPA/Philipp Brem

Mit Dahlmeier wird wieder zu rechnen sein

„Hochfilzen ist voller positiver Erinnerungen. Schön, wieder herzukommen!“, schrieb Dahlmeier auf Facebook. Die 24-Jährige hatte bei der WM zuvor Unerreichtes geschafft und sich später auch die Trophäe im Gesamtweltcup gesichert. Vor dem Sprint ist sie mit Prognosen aber vorsichtig. „Dass meine Form gleich bei einhundert Prozent sein wird, glaube ich ehrlich gesagt nicht. Aber ich freue mich, dass es am Wochenende auch für mich losgeht.“

Mit Herrmann, die im Mai 2016 vom Langlauf zum Biathlon gewechselt war, erwuchs Dahlmeier große Konkurrenz im eigenen Lager. Sie sei nicht so verwegen zu sagen, dass sie nun jedes Wochenende gewinnen werde, betonte Herrmann. Ihr fehle auch noch die Erfahrung, sagte die 28-Jährige nach ihren ersten zwei Siegen in Sprint und Verfolgung in Schweden. Als Weltcup-Spitzenreiterin nach drei Rennen kommt die Französin Justine Braisaz nach Tirol.

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