Ex-Torfrau Solo will US-Verbandspräsidentin werden

Die ehemalige Torfrau Hope Solo will Präsidentin des Fußballverbandes der USA werden. Die 36-Jährige kündigte ihre Kandidatur am Donnerstag auf den sozialen Medien an. „Ich weiß genau, was der amerikanische Fußball braucht, ich weiß genau, wie man das erreicht“, schrieb Solo. Sie stand 202 Spiele im Tor der Amerikanerinnen. 2008 und 2012 holte sie Olympisches Gold, 2015 den WM-Titel.

Hope Solo

GEPA/USA Today/Michael Chow

Solos internationale Karriere endete 2016, nachdem sie vom Verband für sechs Monate gesperrt worden war. Zuvor hatte die Torfrau nach dem Viertelfinal-Aus der USA bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro die Gegnerinnen aus Schweden beleidigt. Schon zuvor stand Solo wegen Eskapaden auch im familiären Bereich im medialen Zentrum. Sie war aber auch Wortführerin im Disput um die Gleichbehandlung mit den männlichen Nationalspielern, was die Bezahlung durch den Verband angeht.

Die benötigten Unterstützungserklärungen für die im kommenden Februar stattfindende Wahl des US-Verbandes soll Solo haben. Außer ihr haben bereits acht weitere Kandidaten ihre Ambitionen auf den Posten geäußert. Der derzeitige Verbandspräsident Sunil Gulati hatte Montag erklärt, nach dem blamablen Verpassen der WM 2018 nicht zur Wiederwahl antreten zu wollen.