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Absage auf Raten

Die erste alpine Weltcup-Kombination der Damen ist am Freitag auf Raten ins Wasser gefallen. Nach dem Slalom am Vormittag, den die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin gewonnen hatte, wurde der Super-G zunächst wegen schlechten Wetters auf Samstag verschoben. Doch die Austragung im Rahmen des planmäßig angesetzten Spezial-Super-G wurde am Freitagabend dann aus finanziellen Gründen abgesagt.

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Hintergrund ist, dass die Veranstalter für nur eine TV-Übertragung nicht doppelte Preisgelder auszahlen können oder wollen. Es folgen damit am Samstag und Sonntag je ein „normaler" Super-G. Die Alpine Kombination ist komplett gestrichen“, sagte FIS-Renndirektor Markus Mayr.

Nebel in Sankt Moritz

APA/AFP/Fabrice Coffrini

Die Sonne machte in St. Moritz zur Abwechslung einmal Pause

FIS bedauert Entscheidung

Zunächst hatte es geheißen, das Rennen am Samstag werde auch als zweiter Teil der Kombination gewertet. Das sei aus finanziellen Gründen für den Veranstalter aber nicht machbar, sagte Mayr. Der Internationale Skiweltverband (FIS) habe Verständnis für die Entscheidung, bedaure sie aber. Bis zu den Olympischen Winterspielen im Februar steht bei den Damen keine Kombination mehr im Weltcup-Kalender.

Schon davor war das Rennen unter keinem guten Stern gestanden. Wegen Nebels hatte man die Reihenfolge der Disziplinen umgedreht und den Slalom vorgezogen - vergebliche Mühe, wie sich im Nachhinein herausgestellt hat, denn das Wetter besserte sich nicht. Der hartnäckige Nebel verhinderte eine Fortsetzung am Freitag, die Finanzen jene am Samstag.

Shiffrin im Slalom trotz Fehlers voran

Shiffrin hatte - nach einem allerdings schweren Fehler - 0,39 Sekunden Vorsprung auf die Schweizer Weltmeisterin Wendy Holdener, 1,21 auf deren Landsfrau und WM-Silbermedaillengewinnerin Michelle Gisin und 1,29 auf die Slowakin Petra Vlhova. Dahinter lauerten mit Ramona Siebenhofer (1,30) und Elisabeth Kappaurer (1,33) zwei Österreicherinnen.

„Ich habe einige Slalomfahrerinnen hinter mir gelassen, endlich habe ich meine Slalomleistungen vom Training umsetzen können. Darauf bin ich sehr stolz“, sagte Siebenhofer. Ricarda Haaser hat als Achte 1,55 Rückstand, Stephanie Brunner als Zwölfte 1,71. Österreichs eigentlich stärkste Kombiniererin, die WM-Dritte Michaela Kirchgasser, wurde nach einem schweren Fehler nachträglich disqualifiziert. „Ich habe im Training gemerkt, dass ich im Slalom noch nicht so stabil bin. Eine kleine Unregelmäßigkeit hat mich aus den Konzept gebracht.“

Mancuso nach zweieinhalb Jahren zurück

Nach mehr als zweieinhalb Jahren Verletzungspause wegen einer Hüftoperation gab Julia Mancuso ihr Comeback. Die US-Amerikanern hat es sich zum Ziel gesetzt, sich für die Olympischen Spiele im Februar in Pyeongchang zu qualifizieren. Sie hatte jedoch 7,99 Sekunden Rückstand auf Shiffrin. Ihr zuvor letztes Rennen bestritt sie im März 2015 in Garmisch-Partenkirchen.

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