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Verletzung zum ungünstigsten Zeitpunkt

Österreichs Snowboard-Ass Benjamin Karl muss nach einem schweren Sturz im Training in Carezza um seinen Olympiastart bangen. Der 32-jährige Niederösterreicher zog sich am Samstag einen Bruch des Sprungbeins und zwei Bänderrisse im rechten Sprunggelenk zu. Diese niederschmetternde Diagnose wurde am Nachmittag im Sanatorium Hochrum gestellt.

Dadurch wird der vierfache Weltmeister nicht nur bei den drei kommenden Weltcup-Bewerben im Dezember fehlen, sondern auch die Heimrennen in Lackenhof am Ötscher (5./6. Jänner 2018) und Bad Gastein (12./13. Jänner) verpassen.

Zudem ist fraglich, ob Karl bis zum Ende der Olympiaqualifikationsphase am 21. Jänner wieder einsatzfähig wird. „Ob ich eine Olympiachance bekomme, auch wenn ich bis zum Ende der Qualifikation kein Rennen bestreiten kann, müssen die für die Aufstellung verantwortlichen Personen entscheiden“, sagte Karl.

Benjamin Karl

GEPA/Andreas Pranter

Bei den Winterspielen in Sotschi jubelte Karl über Bronze im Parallelslalom

Verzicht auf Operation

Der zweifache Olympiamedaillengewinner kam am letzten Tag des Vorbereitungstrainings für den Weltcup-Start zu Sturz, nachdem beim Freifahren ein Metallteil des Schuhs und in weiterer Folge auch die vordere Bindung gebrochen war. „Dass diese Verletzung gerade zum jetzigen Zeitpunkt passiert, schmerzt gewaltig“, stellte Karl fest. Er habe zuletzt sehr gut trainiert. „Meine Trainingszeiten waren im Vergleich zu den vergangenen Jahren überdurchschnittlich gut“, ergänzte Karl.

Er verzichtete auf eine Operation und will die Verletzung konservativ behandeln lassen. „Ich habe eine Schiene angepasst bekommen, die Bewegungen nach vorne und hinten ermöglicht. Wir werden die Verletzungen unter anderem mit Physiotherapien und Stoßwellen behandeln. Ich werde jedenfalls alle Hebel in Bewegung setzen, um möglichst rasch wieder fit zu werden.“

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