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Keine automatische Suspendierung

Tour-de-France-Sieger Chris Froome ist bei der von ihm gewonnenen Spanien-Rundfahrt im Herbst eine zu hohe Dosis des Asthmamittels Salbutamol nachgewiesen worden. Das teilten der Radsportweltverband (UCI) und der Sky-Rennstall des 32-jährigen Briten am Mittwoch mit. Die UCI hatte bereits im September ein Verfahren gegen Froome eingeleitet.

Froome wurde den Regeln der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) gemäß zwar nicht automatisch suspendiert, Sanktionen gegen den vierfachen Tour-de-France-Gewinner sind nach Abschluss der UCI-Ermittlungen aber dennoch möglich. In einem vergleichbaren Fall war der italienische Sprintstar Alessandro Petacchi 2008 für ein Jahr gesperrt worden.

„Es ist bekannt, dass ich Asthma habe“

Froome wurde bereits am 20. September über die auffällige Probe informiert, die B-Probe hat den ersten Befund bestätigt. Der positive Befund bedeute nicht, dass Regeln gebrochen worden seien, stellte sein Rennstall Sky am Mittwoch klar. Der 32-jährige Dominator der letzten Jahre muss aber erklären, warum der bei 1.000 Nanogramm pro Milliliter liegende Grenzwert in seiner Probe nach der 18. Etappe der Vuelta klar überschritten wurde.

Positiver Dopingtest bei Chris Froome

Bei Tour-de-France-Sieger Chris Froome wurde ein unerlaubt hoher Wert eines Asthmamedikaments nachgewiesen. Ihm droht eine Aberkennung seiner Siege und eine bis zu einem Jahr andauernde Sperre.

„Es ist bekannt, dass ich Asthma habe, und ich weiß genau, wie die Regeln lauten. Ich benutze einen Inhalator, um meine Symptome zu behandeln, und ich weiß, dass ich jeden Tag getestet werde, wenn ich das Trikot des Führenden trage“, wurde er in einer Sky-Mitteilung zitiert.

Rat des Mannschaftsarztes gefolgt

Sein Asthma sei bei der Vuelta schlimmer geworden, „also folgte ich dem Rat des Mannschaftsarztes, meine Salbutamol-Dosierung zu erhöhen“, sagte Froome weiter. „Wie immer habe ich mit größter Sorgfalt darauf geachtet, dass ich nicht mehr als die zulässige Dosis verwendet habe.“ Die UCI habe völlig recht, „wenn sie die Testergebnisse prüft, und ich werde zusammen mit dem Team alle Informationen, die sie benötigt, zur Verfügung stellen“.

Chris Froome

APA/AFP/NTB scanpix/Marit Hommedal

Froome will alles richtig gemacht haben

Sky-Teamchef Dave Brailsford erklärte, es gebe „komplexe medizinische und physiologische Probleme, die den Stoffwechsel und die Ausscheidung von Salbutamol beeinflussen“. Der Rennstall habe sich verpflichtet, die Fakten zu ermitteln „und genau zu verstehen, was bei dieser Gelegenheit passiert ist“.

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