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Reaktion des Teams stimmt zuversichtlich

Für Peter Stöger ist der gute Einstand bei Borussia Dortmund am Mittwoch gebremst worden. Der Wiener musste sich mit dem BVB im DFB-Pokal-Achtelfinale bei Bayern München mit 1:2 geschlagen geben und damit die Titelverteidigung abhaken. Während die Vorstellung der Dortmunder in der ersten Hälfte schwach war, stimmte Stöger vor allem die Reaktion seiner Mannschaft nach der Pause positiv für die Zukunft.

Nach dem 0:2-Rückstand durch Tore von Jerome Boateng (12.) und Thomas Müller (40.) schaffte Dortmund durch Andrij Jarmolenko den Anschlusstreffer (77.) und durch den eingewechselten Alexander Isak in der Nachspielzeit fast den Ausgleich (92.). „Schade, man hat gesehen, was in der Mannschaft steckt“, sagte Stöger. Gleichzeitig gab der 51-Jährige BVB-Anhängern ein Versprechen: „Man kann schon davon ausgehen, dass wir in der Rückrunde eine Mannschaft sehen werden, mit der die Dortmund-Fans richtig viel Spaß haben.“

Peter Stöger

GEPA/Thomas Bachun

Coach Peter Stöger hat eine klare Vorstellung, wo er mit Dortmund hin will

Klare Worte für desolate erste Hälfte

Für die desolate Vorstellung in der ersten Hälfte fand Stöger aber deutliche Worte. Ohne den verletzten Stürmerstar Pierre-Emerick Aubameyang setzte Stöger zunächst auf eine extrem defensive Grundausrichtung. Eine passive und chancenlose erste Hälfte war die Konsequenz. „Wenn man nicht mutig genug und halbherzig spielt, nicht in die Zweikämpfe geht und keine Verantwortung übernimmt, dann sieht man gegen die Bayern zu Recht so aus, wie wir in der ersten Halbzeit“, sagte der 51-Jährige im ORF-Interview.

Kein Frust bei Stöger

Nach der 1:2-Niederlage im DFB-Pokal gegen Bayern München blickt Neo-Trainer Peter Stöger bereits in die Zukunft. Das Ergebnis bringe Stöger weitere wichtige Erkenntnisse für die Entwicklung seiner Mannschaft.

Dass er eventuell ein falsches, weil ungewohntes System gewählt hatte, machte Stöger nicht als Grund für die Niederlage aus. „Die Systematik hat damit nichts zu tun. Über die Außenbahnen wäre viel möglich gewesen, aber du musst die Bälle halt auch dort hinspielen, wie wir es uns vorgenommen haben. Wir hatten im Zentrum einen Verteidiger mehr, aber da hat keiner Verantwortung übernommen. Wenn man sich nichts zutraut, ist es egal, ob du mit einem oder drei Innenverteidigern spielst. Das funktioniert nicht“, analysierte Stöger.

Ribery

APA/AFP/Andreas Gebert

Vor der Pause spielten Franck Ribery und Co. die Dortmunder schwindelig

In der Pause sprach Stöger die Probleme an und sah dann ein anderes Gesicht seiner Mannschaft. Die Dortmunder zeigten - auch wegen der Umstellung auf eine Viererkette ab der 35. Minute - eine Reaktion, die Stöger für die Zukunft zuversichtlich stimmt. „Da war Zug nach vorne, da waren Spielverlagerungen und Pässe in die Schnittstelle dabei. Alles, was wir besprochen hatten, ist dann umgesetzt worden. Da hat man gesehen, dass auch eine Mannschaft wie Bayern München Probleme bekommen kann“, bilanzierte Stöger.

Stöger kündigt offensivorientierten Fußball an

Bis zum Start der Rückrunde mit dem Heimspiel am 14. Jänner gegen Wolfsburg will Stöger sein Team, das er ab dem 3. Jänner wieder zum Training versammelt, auf Vordermann bringen. „Unsere Aufgabe wird sein, Spielrhythmus reinzubringen“, sagte Stöger. Für das Frühjahr setzt der Österreicher jedenfalls auf Angriff. „Es wird offensivorientierter Fußball sein, weil wir viele Jungs in unseren Reihen haben, die richtig gut kicken können“, erklärte Stöger.

Als Ziel für die Meisterschaft wird dabei die erneute Qualifikation für die Champions League ausgegeben. Geht es nach Bayern-Coach Jupp Heynckes, brauchen sich die Dortmunder Fans diesbezüglich keine Sorgen zu machen. „Ich denke, dass Dortmund auch in dieser Saison auf jeden Fall wieder einen Champions-League-Platz erreichen wird, weil dafür haben sie einfach zu gute Spieler“, so Heynckes.

Achtelfinale

Dienstag, 19. Dezember:
FSV Mainz 05 VfB Stuttgart 3:1
SC Paderborn FC Ingolstadt 1:0
Schalke 04 1. FC Köln 1:0
1. FC Nürnberg VfL Wolfsburg 0:2 n.V.
Mittwoch, 20. Dezember:
Werder Bremen SC Freiburg 3:2
Borussia Mönchengladbach Bayer Leverkusen 0:1
Bayern München Borussia Dortmund 2:1
FC Heidenheim Eintracht Frankfurt 1:2 n.V.

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