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Angstgegner Anderson setzt sich durch

Der erste Auftritt von Dominic Thiem beim Einladungsturnier in Abu Dhabi war nicht von Erfolg gekrönt: Der Niederösterreicher, dank Freilos im Halbfinale, unterlag am Freitag dem Südafrikaner Kevin Anderson in zwei Sätzen mit 6:7 (6/8) 4:6. Die Niederlage kam für den Weltranglistenfünften wenig überraschend: Es war seine siebente Schlappe im siebenten direkten Duell.

Der 24-jährige Thiem schloss auf Hardcourt nahtlos an die Leistungen vom Saisonende an und zeigte sich labil. Die Bandbreite reichte von Rückhandwinnern in prekärster Lage bis hin zu völlig unerwarteten Doppelfehlern. Im ersten Satz nahm Thiem seinem Kontrahenten etwa gleich das zweite Aufschlagspiel zum 2:1 ab, im Gegenzug „verschenkte“ der Niederösterreicher aber gleich sein Service zum Ausgleich.

Beim Stand von 5:4 ließ er zwei weitere Breakmöglichkeiten ungenutzt, ehe es ins Tiebreak ging. Dort blieb es bis zum 5:5 ausgeglichen, nach zwei Minibreaks zum 6:6 brachte der 32-jährige Anderson aber sein Service durch und holte dank eines Doppelfehlers von Thiem zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt den ersten Durchgang.

Kevin Anderson

APA/AP/Kamran Jebreili

Kevin Anderson bleibt Angstgegner von Dominic Thiem - in Abu Dhabi holte er seinen siebenten Sieg im siebenten Spiel

Break zum Auftakt im zweiten Satz

Im zweiten Set zeigte sich Thiem zu Beginn sichtlich angeschlagen vom verlorenen Tiebreak und gab sein Service zum 0:1 aus der Hand. In der Folge agierte Anderson äußerst souverän, servierte aus, verwandelte nach nur 92 Minuten Spielzeit gleich seinen ersten Matchball und fixierte seinen siebenten Sieg im siebenten Aufeinandertreffen.

Thiem gab sich angesichts der laufenden Vorbereitung trotz der Niederlage positiv. „Es war kein schlechtes Spiel von mir, es war sehr eng. Es war ein gutes Spiel unter hervorragenden Bedingungen, die Atmosphäre war großartig und der Platz auch - Gratulation an Kevin.“ Thiem kann die Atmosphäre noch einmal genießen - im Spiel um den dritten Platz. Dort bekommt er es mit Pablo Carreno Busta (ESP) zu tun, der im Viertelfinale ebenfalls Anderson unterlegen war.

Das Finale bestreitet Anderson gegen den Spanier Roberto Bautista Agut. Dieser setzte sich in einer in einem Satz gespielten Exhibition mit 6:2 gegen den kurzfristig eingesprungenen Andy Murray durch. Der Schotte war spontan für den verletzten Novak Djokovic angetreten. Der Serbe hatte wenige Stunden vor dem Spiel wegen seiner langwierigen Ellbogenverletzung abgesagt.

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