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Moschee mit Flaschen beworfen

Rapid-Newcomer Dejan Ljubicic hat während seines Urlaubs in Bosnien-Herzegowina für einen Polizeieinsatz gesorgt. Wie ein auf YouTube veröffentlichtes Überwachungsvideo zeigt, bewarf der 20-Jährige eine Moschee mit Glasflaschen. Der Mittelfeldspieler gab seinen Fehltritt zu und sprach von einem „Fehler, der mir sehr leidtut“.

Bei der Polizei im zentralbosnischen Kiseljak unweit von Sarajevo war am frühen Donnerstagmorgen gemeldet worden, dass zwei Unbekannte Glasflaschen auf eine Moschee geworfen hätten. Das Duo verursachte mit Bierflaschen kleinere Schäden an der Fassade. Neben Rapids Ljubicic soll ein Nachwuchsspieler von Erste-Liga-Club Wiener Neustadt an der Tat beteiligt gewesen sein. Ein Polizeisprecher bestätigte, dass zwei Verdächtige einvernommen wurden. In einem von einer Überwachungskamera aufgezeichneten Video ist der Vorfall zu sehen. Die Gesichter der beiden Täter sind jedoch nicht erkennbar.

Ljubicic, der von der Polizei einvernommen wurde, gab die Tat auch gegenüber seinem Club zu. „Ich weiß nicht, was in mich gefahren ist, und kann mich nur entschuldigen und versichern, dass mir dieser Fehler sehr leidtut. Ich habe mich auch vor Ort bereits persönlich entschuldigt und werde selbstverständlich nicht nur den entstandenen Schaden an der Fassade der Moschee ersetzen, sondern darüber hinaus auch eine Spende für die örtliche Glaubensgemeinschaft leisten“, wurde der 20-Jährige in einer Rapid-Aussendung zitiert.

Dejan Ljubicic

GEPA/Christian Ort

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„Verhalten in aller Schärfe abzulehnen“

Neben strafrechtlichen Konsequenzen droht Ljubicic auch vereinsintern Ungemach. „Dieser Vorfall ist in aller Schärfe abzulehnen“, sagte Sportchef Fredy Bickel. „So ein Verhalten ist gerade für einen Rapid-Spieler, der sich auch seiner großen Vorbildwirkung bewusst sein sollte, absolut unangebracht.“ Man werde nach dem Urlaub ein Gespräch mit Ljubicic vereinbaren und der Causa auf den Grund gehen. Es sei unabhängig davon aber klar, dass es „auch vereinsintern eine Strafen geben wird“, betonte Bickel.

Dennoch dürfte Ljubicic eine zweite Chance bei den Hütteldorfern bekommen, wie Bickel weiters durchblicken ließ: „Er ist ein junger Mann, dem dieses Fehlverhalten aufrichtig leidtut. Es passt in keinster Weise zu ihm, da er sich bislang auf und abseits des Platzes immer vorbildhaft verhalten hat, und auch daher bin ich sicher, dass er in Zukunft nie wieder so negativ auffallen wird, wie dies bedauerlicherweise heute der Fall ist.“

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