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Dritte im klassischen Massenstartrennen

Langläuferin Teresa Stadlober hat am Samstag als Dritte des 10-km-Klassik-Massenstarts in Val di Fiemme ihren ersten Weltcup-Podestplatz geschafft. Der auch aus österreichischer Sicht historische Erfolg der 24-Jährigen hatte sich nach mehreren Top-Ten-Ergebnissen in dieser Saison und ihrer überlegenen Verfolgungsbestzeit am Neujahrstag in Lenzerheide abgezeichnet.

Die Tochter von Ex-Weltmeister Alois Stadlober musste auf der vorletzten Etappe der Tour de Ski nur der Norwegerin Heidi Weng und Krista Pärmäkoski den Vortritt lassen. „Endlich konnte ich den Podestplatz einlaufen, auf den ich so lange hingearbeitet habe. Es ist ein Wahnsinn. Ich hab bis zum Schluss mit der Finnin um den zweiten Platz gekämpft. Die Freude ist riesengroß“, jubelte Stadlober.

Krista Parmakoski (FIN), Heidi Weng (NOR) und Teresa Stadlober (AUT).

GEPA/Philipp Brem

Bei der Siegerehrung strahlte Stadlober neben Weng und Pärmäkoski

Tour-Titelverteidigerin Weng gewann 7,6 Sekunden vor Pärmäkoski. Stadlober kam nur eine weitere Sekunde hinter der finnischen Vorjahreszweiten ins Ziel. Die Radstädterin fixierte vor der US-Amerikanerin Jessica Diggins und der norwegischen Tour-Leaderin Ingvild Flugstad Östberg den erst zweiten ÖSV-Damen-Podestrang der Weltcup-Geschichte. Den bisher einzigen hatte Maria Theurl mit Bronze bei der WM 1999 über 15 km Skating herausgelaufen.

Erster Podestplatz für Stadlober

Teresa Stadlober stand beim Massenstart von Val di Fiemme zum ersten Mal in ihrer Karriere auf dem Stockerl. Über 10 mkm klassisch sicherte sie sich am Samstag den dritten Platz.

Gesamtrang drei in Reichweite

Nach diesem glanzvollen Auftritt darf Stadlober sogar vom Tour-Podest träumen. Denn die Skiathlon-WM-Sechste verbesserte sich vor dem abschließenden Skating-Bergrennen auf die Alpe Cermis am Sonntag um vier Positionen auf den fünften Gesamtrang. Auf die drittplatzierte Pärmäkoski fehlen ihr vor dem 9-km-Berglauf nur 56,4 Sekunden. Diggins startet als Vierte 46,8 Sekunden vor der Salzburgerin in das wegen der enormen Steilheit berüchtigte Finale.

Teresa Stadlober (AUT)

GEPA/Philipp Brem

Auch dem Tour-de-Ski-Finale kann Stadlober zuversichtlich entgegenblicken

Im Vorjahr hatte Stadlober beim Weng-Sieg mit der viertschnellsten Laufzeit den neunten Tour-Gesamtrang belegt. Diesmal geht es an der Spitze nach einem kleinen Einbruch der bisher führenden Östberg sehr eng zu. Weng hat vor dem Finale nur noch 1,8 Sekunden Rückstand auf ihre Landsfrau. Pärmäkoski weist bereits mehr als eineinhalb Minuten Rückstand auf die Norwegerinnen auf.

Bei Stadlober war die Erleichterung über den lang ersehnten Podestplatz groß. „Ich war heuer schon ein paar Mal knapp dran. Es freut mich sehr, dass es diesmal aufgegangen ist“, sagte die Salzburgerin im ORF-Interview. Die anspruchsvolle Strecke mit den langen schweren Anstiegen sei ihr entgegengekommen. Auf der letzten Etappe will sie sich nach vorne orientieren. „Ich werde von Anfang an Gas geben und hoffe, noch etwas gutzumachen. Es wird noch einmal ein hartes Rennen, ein Fight bis zum Schluss.“

Cologna baut Tour-Führung aus

Bei den Herren führte der Schweizer Dario Cologna vor der Tour-Schlussetappe wohl eine Vorentscheidung im Kampf um den Gesamtsieg herbei. Der Olympiasieger belegte am Samstag in Val di Fiemme über 15 km klassisch Rang vier und liegt nun 1:14,4 Minuten vor dem neuen zweitplatzierten Alexej Poltoranin. Der Kasache gewann den Massenstart vor dem Russen Andrej Larkow und dem Kanadier Alex Harvey.

Tour-Titelverteidiger Sergej Ustjugow gewann zwar beide Bonussprints, brach danach jedoch ein und belegt nur Rang 14. In der Gesamtwertung hat der Russe als Dritter 1:21,5 Minuten Rückstand auf Cologna. Erleidet Cologna am Sonntag nicht einen völligen Einbruch, wird er zum vierten Mal nach 2009, 2011 und 2012 die Tour gewinnen. Österreich ist am Schlusswochenende in Italien bei den Herren nicht mehr vertreten.

Tour de Ski in Val di Fiemme

10 km Damen Massenstart klassisch:
1. Heidi Weng NOR 29:07,9
2. Krista Pärmäkoski FIN + 7,6
3. Teresa Stadlober AUT 8,6
4. Jessica Diggins USA 23,6
5. Ingvild Flugstad Östberg NOR 35,2
6. Kerttu Niskanen FIN 45,4
7. Anastasia Sedowa RUS 46,1
8. Natalia Neprajewa RUS 59,0
9. Nathalie von Siebenthal SUI 1:01,0
10. Sadie Bjornsen USA 1:11,3
15 km Herren Massenstart klassisch:
1. Alexej Poltoranin KAZ 38:40,3
2. Andrej Larkow RUS + 0,4
3. Alex Harvey CAN 0,9
4. Dario Cologna SUI 2,3
5. Alexander Bolschunow RUS 15,0
6. Daniel Rickardsson SWE 20,2
7. Francesco De Fabiani ITA 23,1
8. Hans Christer Holund NOR 26,4
9. Didrik Tönseth NOR 27,0
10. Niklas Dyrhaug NOR 28,6
Gesamtwertung Damen, nach fünf von sechs Bewerben:
1. Ingvild Flugstad Östberg NOR 1:48:43,2
2. Heidi Weng NOR + 1,8
3. Krista Pärmäkoski FIN 1:33,5
4. Jessica Diggins USA 1:43,1
5. Teresa Stadlober AUT 2:29,9
6. Kerttu Niskanen FIN 2:49,2
7. Anastasia Sedowa RUS 3:15,1
8. Sadie Bjornsen USA 3:33,1
9. Nathalie von Siebenthal SUI 3:34,4
10. Anna Haag SWE 3:58,2
Gesamtwertung Herren, Endstand nach sechs Bewerben:
1. Dario Cologna SUI 2:49:29,8
2. Martin Johnsrud Sundby NOR + 1:26,5
3. Alex Harvey CAN 1:30,6
4. Alexej Poltoranin KAZ 1:41,7
5. Hans Christer Holund NOR 2:17,8
6. Alexander Bolschunow RUS 3:09,7
7. Jean Marc Gaillard FRA 3:16,7
8. Daniel Rickardsson SWE 3:20,8
9. Alexej Tscherwotkin RUS 3:33,5
10. Andrej Larkow RUS 3:37,8

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