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Intensive Zeit für die Sportdirektoren

Austria und Rapid sind am Montag in die Vorbereitungen für das Frühjahr gestartet. Bei den „Veilchen“ waren Neuzugang Stefan Stangl und Rückkehrer Patrizio Stronati bereits mit von der Partie. Bei den Hütteldorfern ist personell vorerst noch alles beim Alten geblieben. Bei beiden Teams gibt es aber noch offene Personalien, die sich bis zum Transferschluss am 31. Jänner klären sollten.

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Im Zentrum des Interesses bei der Austria ist die Zukunft von Raphael Holzhauser. Der Spielmacher der Austria will seinen im Sommer auslaufenden Vertrag nicht verlängern, die Gespräche liegen auf Eis. Holzhauser-Berater brachte nun den türkischen Tabellenführer Basaksehir als künftigen Arbeitgeber ins Spiel. Der Club aus Istanbul soll dem 24-Jährigen einen lukrativen Vertrag vorgelegt haben. Bei der Austria ist vorerst noch kein Angebot eingegangen.

Franz Wohlfahrt

GEPA/Matic Klansek

Sportdirektor Franz Wohlfahrt hat ziemlich viel Arbeit auf seinem Schreibtisch

Die Wiener wollen ihren Regisseur nur gegen eine Ablösesumme ziehen lassen, die sich im siebenstelligen Bereich befinden soll. Inwiefern sich Basaksehir, das vom türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan unterstützt wird, das leisten kann, ist unsicher. Austria-Sportdirektor Franz Wohlfahrt hielt fest: „Ich gehe derzeit davon aus, dass Holzhauser im Frühjahr für uns spielt. Bisher liegt nichts Konkretes auf dem Tisch.“

Vorbereitung bei Rapid und Austria

Sowohl bei Rapid als auch bei Austria Wien hat am Montag die Vorbereitung für die Frühjahrssaison begonnen. Auch der von Red Bull Salzburg an die Austria ausgeliehene Stefan Stangl war beim Training dabei.

Tajouri vor Abgang in die MLS

Ein Abgang zeichnet sich indes bei Ismael Tajouri ab. Der Flügelspieler ist ebenfalls noch bis zum Saisonende an die Violetten gebunden, könnte den Club aber schon jetzt verlassen. Wohlfahrt bestätigte einen Interessenten aus der Major League Soccer (MLS). In den kommenden Tagen könnte der Transfer des 23-Jährigen, der bis Mittwoch Extraurlaub bekommen hat, fixiert werden.

Im Mittelfeld will die Austria aktuell nicht nachbessern. Bleibt Holzhauser, gebe es dafür keinen Grund, so Wohlfahrt. Mit Alexander Grünwald kehrt eine im Herbst großteils ausgefallene Stammkraft zurück. Der Mittelfeldspieler soll wie Florian Klein ab nächster Woche ins Training integriert werden. Tajouris Abgang könnte man intern nachbesetzen, da Lucas Venuto seinen Kreuzbandriss ausgeheilt hat.

Austria verhandelt über Madl-Transfer

Neben Stangl und Stronati könnte noch ein weiterer Akteur kommen. Gebastelt wird an einer Rückholung von Michael Madl. Der in der Stronach-Akademie ausgebildete Steirer steht beim englischen Zweitligisten Fulham unter Vertrag, absolvierte dort in dieser Saison aber noch kein einziges Ligaspiel. Die Austria will den 29-Jährigen offenbar nur ablösefrei oder gegen eine geringe Summe loseisen.

Michael Madl

Reuters/Action Images/John Marsh

Einsätze von Michael Madl für Fulham sind eher die Ausnahme als die Regel

„Das Interesse ist da. Wir stehen in Verhandlungen“, sagte Wohlfahrt. Große Sprünge dürfe man sich im laufenden Budget jedoch nicht erlauben. Die Verpflichtung von Madl beeinflussen könnte, inwiefern der rekonvaleszente Heiko Westermann für die Frühjahressaison wieder voll fit wird. Der Deutsche laborierte im Herbst an einer Knorpelverletzung im Knie. Sollte Westermann noch länger ausfallen, bietet sich mit Madl eine mehr als adäquate Alternative.

Wintertransfers bei Rapid kein Muss

Auch Rapid könnte vor allem im Sturm eine Alternative gebrauchen. Nach dem Abgang von Philipp Prosenik zu Ried könnten die Hütteldorfer auf dem Transfermarkt aktiv werden. „Ich bin zufrieden mit der Mannschaft“, sieht Coach Goran Djuricin keinen akuten Handlungsbedarf. „Wenn ein neuer Stürmer kommt, heißt das nicht, dass er sofort trifft. Wir müssen nicht unbedingt etwas machen, sind aber offen.“ Vorerst gelte es, noch zwei Spieler abzugeben. Andreas Kuen und Eren Keles kämen dafür infrage.

Veton Berisha

GEPA/Philipp Brem

Mit nur einem Tor ist Veton Berisha noch nicht der erhoffte Torjäger

Bezüglich der Stürmerfrage geistern mehrere Namen durch die Medienlandschaft. Genannt werden Ex-Rapidler Robert Beric, der von Sparta Prag aussortierte Marc Janko und Ried-Torjäger Seifedin Chabbi. „Ich glaube schon, dass es im Moment sicher das Beste ist, dass wir so weitermachen. Ich glaube aber auch, dass wir uns bis Ende Jänner Zeit geben müssen“, sagte Sportdirektor Fredy Bickel, der auch keinen Grund für einen überstürzten Transfer sieht.

Hoffen auf Comeback von Mocinic

Außerdem hofft Rapid auf Ivan Mocinic. Die Rückkehr des 24-jährigen Kroaten wäre schon fast so etwas wie ein Neuzugang. Mocinic hat wegen eines Knorpelschadens im Knie seit über einem Jahr kein Spiel mehr für die Kampfmannschaft bestritten. Der Mittelfeldspieler wird derzeit an das Mannschaftstraining herangeführt, macht bereits Teile davon mit. „Ich glaube, dass ich der Mannschaft in ein oder zwei Monaten wieder helfen kann“, sagte Mocinic.

Djuricin will die Erwartungen aber nicht zu groß werden lassen. Für Mocinics Rückkehr gebe es keinen Zeitplan. „Man muss geduldig sein“, betonte der Rapid-Coach. „Er hat 52 Teile Knorpel herausbekommen. Es kann noch drei Monate dauern oder sechs. Es kann alles sein.“ Zuversichtlich äußerte er sich über Verteidiger Christopher Dibon, dessen Erstdiagnose nach einer Hüftverletzung im Sommer auf Saison-Aus gelautet hatte: „Es kann sein, dass er im Frühjahr Spielzeit bekommt.“

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