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Vorbereitung „massivst beeinträchtigt“

Trotz massiver Schäden an den diversen Infrastrukturen rund um die Lauberhornrennen ist nach einem Föhnsturm die Durchführung der Kombination am Freitag (10.30/14.00 Uhr), der Abfahrt am Samstag (12.30 Uhr) und des Slaloms am Sonntag (10.15/13.15 Uhr, jeweils live in ORF eins) in Wengen nicht gefährdet. „Einmal mehr sind die Natur und das Wetter der Chef hier am Lauberhornrennen“, sagte OK-Chef Urs Näpflin am Dienstag.

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Der Föhnsturm durch das Lauterbrunnental und über die Wengeneralp hatte in der Nacht auf Dienstag Windspitzen von fast 200 km/h erreicht, dazu kamen Schneefall und Regen. Zerstört wurde unter anderem das Drahtseil des A-Sicherheitsnetzes am Hundschopf. Nach der Absage des ersten Abfahrtstrainings soll am Mittwoch aber alles bereit sein. „Wind mit Böen von 200 Stundenkilometern hat die Vorbereitungsarbeiten aber massivst beeinträchtigt“, sagte Näpflin, der sich erleichtert darüber zeigte, dass in dem Sturm niemand verletzt wurde.

Sturmschäden an einem Zuschauer-Zelt

APA/AP/Keystone/Jean-Christophe Bott

Dieses Hospitality-Zelt entlang der Strecke hielt dem Föhnsturm nicht stand

Zu der für die Gegend bekannten Guggi-Föhnlage, die den oberen Streckenteil und die Wengeneralp trafen, kamen orkanartige Böen im Weltcup-Dorf und im Bereich des unteren Streckenteils. Entlang der ganzen Piste wurden zahlreiche Sicherheitszäune (B-Netze) und Airfences verblasen und Container verschoben, und noch wurde nicht alles Material auch wiedergefunden.

Training am Dienstag abgesagt

Nach Mitternacht flaute der starke Wind ab, danach fiel oben Schnee, im unteren Streckenabschnitt weichte Regen die Piste weiter auf. An ein Training am Dienstag war deshalb nicht zu denken gewesen. Die Piste wird nun neu präpariert und soll bis zum Training am Mittwoch bereit sein. „Von sportlicher Seite können wir grünes Licht geben“, sagte Näpflin, der auf die Hilfe von Armee, Zivilschutz und Freiwilligen zählen kann.

Sturmschäden an einem Zuschauer-Zelt

APA/AP/Keystone/Jean-Christophe Bott

Die Veranstalter sind froh, dass in dem Sturm niemand verletzt wurde

Totalschaden gibt es an einigen Infrastrukturen für die Besucher, so müssen Hospitality-Zelte entlang der Strecke (etwa am Canadian Corner) komplett erneuert werden. Mit leichten Einschränkungen wird deshalb zu rechnen sein. Da Wengen nur mit dem Zug erreichbar ist, müssen für den Wiederaufbau große Anstrengungen unternommen werden. Im Zielbereich und im Dorf hielten sich die Schäden in Grenzen. Über die Schadenshöhe gibt es noch keine Angaben.

„Die größte Hilfe für uns ist, wenn möglichst viele Zuschauer die Rennen vor Ort besuchen, wir tolle Stimmung haben und die Athleten aus ganzer Welt mit einem Skifest begrüßen und feiern können“, meinte Näpflin vor der 88. Auflage der Lauberhornrennen. Das Wetter soll laut Prognosen für die Renntage mitspielen.

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