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Ventura-Nachfolger erst im Sommer
Das erklärte Damiano Tommasi, Präsident der Spielergewerkschaft und aussichtsreicher Kandidat für die Nachfolge von Carlo Tavecchio, dem zurückgetretenen Präsidenten des italienischen Fußballverbandes (FIGC), am Mittwoch.
Begeisterung der Kandidaten hält sich in Grenzen
Der Grund der Verzögerung ist naheliegend: Die Wunschkandidaten sind nicht Feuer und Flamme für den Job. Carlo Ancelotti hat eher abweisend auf eine Anfrage reagiert, Antonio Conte und Roberto Mancini stehen derzeit bei Chelsea bzw. Zenit St. Petersburg unter Vertrag und zögern ebenfalls. Beide würden wohl - wie auch Ancelotti - ein lukratives Engagement im Clubfußball dem Amt des Nationalcoaches vorziehen.

Reuters/Max Rossi
Die Ära von Giampiero Ventura ging im November 2017 unrühmlich zu Ende
Unmittelbar nach dem Scheitern in der WM-Qualifikation und der Entlassung von Teamchef Giampiero Ventura hatte der damalige Verbandschef Tavecchio angekündigt, wieder auf einen „großen und international reich dekorierten Trainer“ setzen zu wollen.
Um dieses Ziel zu erreichen, hat eine Finanzkommission des derzeit führungslosen FIGC eine substanzielle Lohnaufbesserung für den Job in Aussicht gestellt. Bis zu zehn Millionen Euro im Jahr will sich der Verband den nächsten Teamchef offenbar kosten lassen.