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ÖSV-Team erhofft weitere Steigerung

Für die Biathleten steht mit Antholz nicht nur der Abschluss des traditionellen Jänner-Dreierblocks mit Oberhof und Ruhpolding bevor, die Weltcup-Bewerbe in Südtirol von Donnerstag bis Sonntag sind diesmal auch die letzten vor den Olympischen Spielen in Pyeongchang.

Im österreichischen Lager hofft man auf eine weitere Steigerung gegenüber Ruhpolding, wo es mit den Rängen sechs von Dominik Landertinger und sieben von Simon Eder im Einzel schon deutlich besser als davor ausschaute. Außerdem will die zuletzt immer wieder von Krankheiten geschwächte Truppe endlich einmal vollzählig fit bis Sonntag durchkommen.

„Das Wichtigste ist, dass jetzt alle gesund bleiben, um nach dem Wochenende die Leistungen richtig einschätzen zu können. Danach folgt noch ein kurzer individueller Formaufbau in Richtung Saisonhöhepunkt“, erklärte ÖSV-Cheftrainer Reinhard Gösweiner. Neu im Team sind Sven Grossegger sowie Fabienne Hartweger und Christina Rieder.

Norweger fühlen mit Björndalen

Sowohl in Antholz als auch in Südkorea nur als Zuschauer dabei ist Ole Einar Björndalen. Die 43-jährige Legende hatte die interne Olympianorm verfehlt und verpasst damit seine siebenten Winterspiele in Serie. Norwegens aktuelle Stars zeigen Mitgefühl mit dem achtfachen Olympiasieger und 20-fachen Weltmeister.

„Er war sportlich nicht gut genug, aber er hat so viel für den Biathlon getan und so viel gewonnen, natürlich sollte er eigentlich bei Olympia dabei sein“, sagte Johannes Thingnes Bö in Antholz. „Wir müssen ihm Danke sagen. Obwohl er sich nicht qualifiziert hat, ist er die größte Legende. Er bleibt die Nummer eins.“

Johannes Thingnes Bö und Ole Einar Björndalen

Reuters/Leonhard Föger

Bei der WM 2017 in Hochfilzen waren Bö und Björndalen noch beide erfolgreich

„Ich fühle mit ihm. Das Schlimmste daran ist, dass ich glaube, dass er bei Olympia in Topform angetreten wäre. Denn er ist Ole Einar - und weiß, wie das geht“, sagte Sotschi-Olympiasiegerin Tiril Eckhoff. Doch Björndalen sei „einfach nicht in der Form gewesen, die nötig ist“, meinte der vierfache Olympiasieger Emil Hegle Svendsen: „Das tut sehr weh. Aber er ist der größte Winterolympionike aller Zeiten. Vielleicht sollte er deswegen trotzdem einen Platz bekommen.“

Keins Ausnahme für den Superstar

In Norwegen hatte es bereits Spekulationen gegeben, dass Björndalen mit einer Wildcard doch noch nach Südkorea reisen könnte. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) teilte am Mittwoch jedoch mit, dass es diese Möglichkeit nicht gibt.

Björndalen startet in der kommenden Woche bei der EM in Ridnaun und fehlt bei den Rennen in Antholz. Allerdings nimmt er am Training teil. „Es tut mir sehr leid für ihn. Aber es ist nicht einfach, sich für Olympia zu qualifizieren, wenn du aus Norwegen kommst. In jedem anderen Team wäre er dabei gewesen“, sagte Bö.

Biathlon-Weltcup in Antholz

Programm

  • Donnerstag: Sprint Damen (14.15 Uhr)
  • Freitag: Sprint Herren (14.15 Uhr)
  • Samstag: Verfolgung Damen (13.15 Uhr) und Herren (15.00 Uhr)
  • Sonntag: Massenstart Damen (12.30 Uhr) und Herren (14.45 Uhr)

ÖSV-Aufgebot

  • Herren: Julian Eberhard, Tobias Eberhard, Simon Eder , Sven Grossegger, David Komatz, Dominik Landertinger
  • Damen: Fabienne Hartweger, Lisa Theresa Hauser, Katharina Innerhofer, Christina Rieder

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