IOC reduziert Pool startberechtigter Russen

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat am Freitag die Reduktion des bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang startberechtigten Pools von russischen Athleten vorerst beträchtlich reduziert. Von 500 vorregistrierten Sportlerinnen und Sportler sind vorerst nur 389 zugelassen.

Nach intensiven Wochen einer unabhängigen Untersuchungsgruppe, in der jeder einzelne Athlet durchleuchtet wurde, ist ein Pool von sauberen Sportlern gebildet worden. Diese könnten als „Olympischer Athlet aus Russland“ (OAR) starten. Mehr als 80 Prozent dieser Sportler haben an den Spielen 2014 in Sotschi nicht teilgenommen, was zeige, dass es sich um eine neue Generation russischer Athleten handle, hieß es in einer IOC-Aussendung vom Freitagabend.

Weitere Tests und Analysen

Für alle noch im Pool verbliebenen 389 Athleten gilt allerdings als Voraussetzung, dass weitere Tests vor den Spielen sowie neuerliche Analysen von bereits gespeicherten Proben gemacht werden. Nur wenn all diese Anforderungen erfüllt werden, dann können die Athleten auch eingeladen werden. Nun könne das suspendierte Nationale Olympische Komitee Russlands (ROC) aus den verbliebenen Sportlern auswählen, wie man die Athleten in den erworbenen Quotenplätzen je Sportart und Disziplin einsetzt. Da der Qualifikationsprozess weiter im Gange ist und noch einige Vorbedingungen erfüllt werden müssen, könne man noch keine Teilnehmerzahl für die OAR-Gruppe prognostizieren.

Russische Athleten dürfen in Pyeongchang in der Folge des Dopingskandals nur unter der neutralen olympischen Flagge antreten. Zugleich wurde das ROC am 5. Dezember 2017 für die Winterspiele gesperrt. In Südkorea dürfen lediglich unbelastete russische Athleten „unter strikten Konditionen“ teilnehmen. Ein Komplettausschluss blieb Russland jedoch erspart.